Stu­fen­kla­ge

Bei einer Stu­fen­kla­ge (§ 254 ZPO) bil­den die Ansprü­che auf Aus­kunft, ggf. auf eides­statt­li­che Ver­si­che­rung sowie auf Zah­lung des sich aus der Aus­kunft erge­ben­den Betra­ges pro­zes­su­al selb­stän­di­ge Tei­le des Rechts­streits, über die durch Teil­ur­teil(e) und Schlus­sur­teil zu ent­schei­den ist1.

Stu­fen­kla­ge

Ergibt die Prü­fung, dass der Klä­ge­rin die gel­tend gemach­ten Zah­lungs­an­sprü­che dem Grun­de nach zuste­hen, ist die Beklag­te durch Teil­ur­teil zunächst zur Aus­kunft zu ver­ur­tei­len.

Nach erteil­ter Aus­kunft muss die Klä­ge­rin ihren Zah­lungs­an­spruch bezif­fern (§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO); anschlie­ßend ist hier­über zu ver­han­deln und zu ent­schei­den.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 16. Sep­tem­ber 2015 – V ZR 8/​15

  1. vgl. BGH, Urteil vom 28.11.2011 – VIII ZR 37/​01, NJW 2002, 1042, 1044; Zöller/​Greger, ZPO, 30. Aufl., § 254 Rn. 7