Ver­fas­sungs­ge­richt­li­che Kon­trol­le zivil­ge­richt­li­cher Urtei­le

Ent­schei­dun­gen der all­ge­mein zustän­di­gen Gerich­te sind nicht schlecht­hin einer ver­fas­sungs­ge­richt­li­chen Prü­fung zugäng­lich.

Ver­fas­sungs­ge­richt­li­che Kon­trol­le zivil­ge­richt­li­cher Urtei­le

Fest­stel­lung und Wür­di­gung des Sach­ver­halts sowie Aus­le­gung und Anwen­dung des ein­fa­chen Rechts sind Sache die­ser Gerich­te und einer Nach­prü­fung durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt grund­sätz­lich ent­zo­gen. Die­ses kon­trol­liert viel­mehr nur, ob dabei der Ein­fluss der Grund­rech­te grund­le­gend ver­kannt wor­den ist 1.

Im bür­ger­li­chen Recht haben die Grund­rech­te als objek­ti­ve Grund­satz­nor­men Aus­strah­lungs­wir­kung, die vor allem bei der Inter­pre­ta­ti­on von Gene­ral­klau­seln und ande­ren "Ein­bruch­stel­len" zur Gel­tung zu brin­gen ist 2.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 10. Juni 2016 – 1 BvR 742/​16

  1. vgl. BVerfGE 18, 85, 92 f.; 89, 276, 285[]
  2. vgl. BVerfGE 7, 198, 204 ff.; 42, 143, 148; 81, 40, 52[]