Ver­trag­li­cher Rechtsmittelverzicht

Par­tei­en eines Rechts­streits kön­nen mate­ri­ell­recht­lich bin­den­de Ver­ein­ba­run­gen über einen Rechts­mit­tel­ver­zicht tref­fen. Hält sich die Par­tei nicht an eine in die­ser Hin­sicht wirk­sam ein­ge­gan­ge­ne Ver­pflich­tung, kann der Ver­trags­part­ner dies im Wege der Ein­re­de gel­tend machen; denn zu sei­nem vor­aus­ge­gan­ge­nen rechts­ge­schäft­li­chen Ver­hal­ten darf sich nie­mand pro­zes­su­al in Wider­spruch set­zen [1].

Ver­trag­li­cher Rechtsmittelverzicht

Das Vor­lie­gen der Zuläs­sig­keits­vor­aus­set­zun­gen eines Rechts­mit­tels hat das Rechts­mit­tel­ge­richt von Amts wegen selb­stän­dig zu prü­fen und not­falls im Wege des Frei­be­wei­ses fest­zu­stel­len [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 10. Okto­ber 2013 – VII ZR 248/​11

  1. vgl. BGH, Urteil vom 13.02.1989 – II ZR 110/​88, NJW-RR 1989, 802 Rn. 8, m.w.N.[]
  2. vgl. etwa BGH, Urteil vom 24.04.2001 – VI ZR 258/​00, NJW 2001, 2722 Rn. 13 f., m.w.N.[]