Arbeits­ge­richt­li­che Beru­fungs­ver­fah­ren – und die Kla­ge­er­wei­te­rung um einen Kündigungsschutzantrag

Die Erwei­te­rung einer Kla­ge um den Kün­di­gungs­schutz­an­trag ist auch im Beru­fungs­ver­fah­ren zulässig.

Arbeits­ge­richt­li­che Beru­fungs­ver­fah­ren – und die Kla­ge­er­wei­te­rung um einen Kündigungsschutzantrag

Zwar ver­langt § 4 Satz 1 KSchG eine frist­ge­rech­te Kla­ge­er­he­bung „beim Arbeits­ge­richt“. Das hin­dert aber nicht die Erhe­bung einer Kün­di­gungs­schutz­kla­ge in einem zwi­schen den Par­tei­en anhän­gi­gen Beru­fungs­ver­fah­ren, sofern dies nach den all­ge­mei­nen Grund­sät­zen gemäß § 533 ZPO zuläs­sig ist1.

Hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt ange­nom­men, die Vor­aus­set­zun­gen gemäß § 533 ZPO für die Zuläs­sig­keit der Kla­ge­er­wei­te­rung im Beru­fungs­ver­fah­ren hät­ten vor­ge­le­gen, ist dies in der Revi­si­ons­in­stanz in ent­spre­chen­der Anwen­dung von § 268 ZPO durch das Bun­des­ar­beits­ge­richt nicht mehr zu über­prü­fen2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 1. Dezem­ber 2020 – 9 AZR 102/​20

  1. vgl. im Ein­zel­nen BAG 14.12.2017 – 2 AZR 86/​17, Rn. 16, BAGE 161, 198[]
  2. BAG 14.12.2017 – 2 AZR 86/​17, Rn. 23, BAGE 161, 198[]

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