Sperr­be­trag bei Auf­wärts­ver­schmel­zung

Wird eine Toch­ter­ka­pi­tal­ge­sell­schaft, die Inha­be­rin von sperr­be­trags­be­haf­te­ten Antei­len einer ande­ren Kapi­tal­ge­sell­schaft ist, im Zuge einer sog. Auf­wärts­ver­schmel­zung auf ihre “Mut­ter”-Per­so­nen­ge­sell­schaft ver­schmol­zen, ist bei der Ermitt­lung des Ver­schmel­zungs­ge­winns der Per­so­nen­ge­sell­schaft (§ 4 Abs. 4, 5 UmwStG) ein sog. Sperr­be­trag nach § 50c Abs. 7 EStG zu berück­sich­ti­gen.

Sperr­be­trag bei Auf­wärts­ver­schmel­zung

Die Berück­sich­ti­gung des sog. Sperr­be­tra­ges im Zuge einer der­ar­ti­gen Auf­wärts­ver­schmel­zung berührt vor­wie­gend die Aus­übung der Nie­der­las­sungs­frei­heit i.S. des Art. 52 EGV. Soll­te der Sperr­be­trag zugleich zu Beschrän­kun­gen des frei­en Kapi­tal­ver­kehrs füh­ren, wären der­ar­ti­ge Aus­wir­kun­gen die unver­meid­li­che Fol­ge der Beschrän­kung der Nie­der­las­sungs­frei­heit. Sie recht­fer­tig­ten – in Anschluss an den “Lasertec”-Beschluss des EuGH vom 10. Mai 2007, C‑492/​04 – kei­ne Prü­fung im Hin­blick auf Art. 73b EGV.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 7. Novem­ber 2007 – I R 41/​05