Finanz­ge­richt­li­che Ver­fah­ren – und die Bin­dung des Bun­des­fi­nanz­hofs an die Wür­di­gung des Finanz­ge­richts

Der Bun­des­fi­nanz­hof prüft als Revi­si­ons­in­stanz nur, ob dem Finanz­ge­richt bei der tat­säch­li­chen Wür­di­gung Rechts­ver­stö­ße unter­lau­fen sind.

Finanz­ge­richt­li­che Ver­fah­ren – und die Bin­dung des Bun­des­fi­nanz­hofs an die Wür­di­gung des Finanz­ge­richts

Er ist an die Wür­di­gung des Finanz­ge­richts gebun­den, wenn die­se mög­lich war und das Finanz­ge­richt weder gegen Denk­ge­set­ze ver­sto­ßen noch wesent­li­che Umstän­de ver­nach­läs­sigt hat [1]. Ob auch ein ande­res Ergeb­nis der Wür­di­gung ver­tret­bar gewe­sen wäre, ist nicht ent­schei­dend [2].

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 11. Novem­ber 2015 – V R 3/​15

  1. vgl. BFH, Urtei­le vom 11.04.2008 – V R 10/​07, BFHE 221, 456, BStBl – II 2009, 741, Rz 29; vom 27.01.2011 – V R 21/​09, BFHE 233, 77, BStBl – II 2011, 524, Rz 24[]
  2. stän­di­ge Recht­spre­chung, z.B. BFH, Urteil vom 26.04.2012 – V R 2/​11, BFHE 237, 286, BStBl – II 2012, 634, Rz 37[]