Revi­si­ons­be­grün­dung – und die Anfor­de­run­gen des Bundesfinanzhofs

Nach § 120 Abs. 3 Nr. 2 Buchst. a FGO muss die Revi­si­ons­be­grün­dung die bestimm­te Bezeich­nung der Umstän­de ent­hal­ten, aus denen sich die Rechts­ver­let­zung ergibt.

Revi­si­ons­be­grün­dung – und die Anfor­de­run­gen des Bundesfinanzhofs

Dies erfor­dert, dass die erho­be­ne Rüge ein­deu­tig erken­nen las­sen muss, wel­che Norm der Revi­si­ons­klä­ger für ver­letzt hält.

Fer­ner muss der Revi­si­ons­klä­ger die Grün­de tat­säch­li­cher und recht­li­cher Art ange­ben, die nach sei­ner Auf­fas­sung das erst­in­stanz­li­che Urteil als unrich­tig erschei­nen lassen.

Erfor­der­lich ist damit eine zumin­dest kur­ze Aus­ein­an­der­set­zung mit den Grün­den des ange­foch­te­nen Urteils, aus der zu erken­nen ist, dass der Revi­si­ons­klä­ger die Begrün­dung die­ses Urteils und sein eige­nes Vor­brin­gen über­prüft hat. Der Revi­si­ons­klä­ger muss danach im Ein­zel­nen und in Aus­ein­an­der­set­zung mit der Argu­men­ta­ti­on des Finanz­ge­richts dar­tun, wel­che Aus­füh­run­gen der Vor­in­stanz aus wel­chen Grün­den unrich­tig sein sol­len1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 14. Mai 2020 – VI R 3/​18

  1. stän­di­ge Recht­spre­chung, z.B. BFH, Beschluss vom 29.03.2017 – VI R 83/​14, m.w.N.[]

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