Leis­tungs­be­schrei­bung in einer zum Vor­steu­er­ab­zug geeig­ne­ten Rech­nung

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs muss ein zum Vor­steu­er­ab­zug berech­ti­gen­des Papier, mit dem gemäß § 14 UStG über eine Lie­fe­rung oder sons­ti­ge Leis­tung abge­rech­net wer­den soll, Anga­ben tat­säch­li­cher Art ent­hal­ten, wel­che die Iden­ti­fi­zie­rung der abge­rech­ne­ten Leis­tung ermög­licht. Hier­bei muss der Auf­wand zur Iden­ti­fi­zie­rung der Leis­tung dahin­ge­hend begrenzt sein, dass die Rech­nungs­an­ga­ben eine ein­deu­ti­ge und leicht nach­prüf­ba­re Fest­stel­lung der abge­rech­ne­ten Leis­tung ermög­li­chen.

Leis­tungs­be­schrei­bung in einer zum Vor­steu­er­ab­zug geeig­ne­ten Rech­nung

Dies setzt vor­aus, dass ent­we­der der Rech­nungs­text selbst eine hin­rei­chen­de Leis­tungs­be­schrei­bung in dem Abrech­nungs­pa­pier ent­hält oder eine Bezug­nah­me auf ande­re, ein­deu­tig gekenn­zeich­ne­te Unter­la­gen erfolgt 1.

Eine umge­kehr­te Bezug­nah­me in einem Ver­trag auf eine zukünf­tig noch zu erstel­len­de Rech­nung macht den Ver­trag noch nicht zur Abrech­nung.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 14. März 2012 – V B 111/​10

  1. stän­di­ge Recht­spre­chung, vgl. BFH, Urtei­le vom 24.09.1987 – V R 50/​85, BFHE 153, 65, BSt­Bl II 1988, 688; vom 24.09.1987 – V R 125/​86, BFHE 153, 77, BSt­Bl II 1988, 694; vom 10.11.1994 – V R 45/​93, BFHE 176, 472, BSt­Bl II 1995, 395 zur Anga­be "laut Ver­trag"; vom 01.08.1996 – V R 9/​96, BFH/​NV 1997, 381; vom 12.12.1996 – V R 16/​96, BFH/​NV 1997, 717; Beschlüs­se vom 09.11.1998 – V B 55/​98, BFH/​NV 1999, 683; vom 18.05.2000 – V B 178/​99, BFH/​NV 2000, 1504; vom 26.03.2004 – V B 170/​03, BFH/​NV 2004, 1121[]