Die Unter­su­chungs­me­tho­den des Sach­ver­stän­di­gen – und die Psy­cho­pa­thy-Check­list

Bei der Erstat­tung eines psych­ia­tri­schen Gut­ach­tens hat der Sach­ver­stän­di­ge selbst zu ent­schei­den, wel­che Unter­su­chungs­me­tho­den er anwen­det; sei­ne dies­be­züg­li­che Vor­ge­hens­wei­se kann sei­ne Befan­gen­heit nicht begrün­den 1.

Die Unter­su­chungs­me­tho­den des Sach­ver­stän­di­gen – und die Psy­cho­pa­thy-Check­list

Da (ver­meint­lich) man­geln­de Sach­kun­de kei­nen Befan­gen­heits­grund ergibt 2, gilt dies auch dann, wenn sich die Metho­den­aus­wahl tat­säch­lich als feh­ler­haft erwie­se.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 23. Febru­ar 2016 – 3 StR 481/​15

  1. Münch­Komm-StPO/T­rück, § 74 Rn. 11 mwN; Mey­er-Goß­ner/­Sch­mitt, StPO, 58. Aufl., § 74 Rn. 7[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 20.11.2001 – 1 StR 470/​01, NStZ-RR 2002, 110 mwN[]