Täter-Opfer-Aus­gleich – und die beschö­ni­gen­de Dar­stel­lung des Täters

Für einen Täter-Opfer-Aus­gleich nach § 46a Nr. 1 StGB muss sich das Ver­hal­ten des Täters als Aus­druck der Über­nah­me von Ver­ant­wor­tung erwei­sen 1.

Täter-Opfer-Aus­gleich – und die beschö­ni­gen­de Dar­stel­lung des Täters

Dar­an fehlt es regel­mä­ßig, wenn der Täter sei­ne Tat als Not­wehr­hand­lung dar­stellt und damit bereits die Opfer­rol­le des Geschä­dig­ten in Fra­ge stellt 2.

So ver­hält es sich aber nicht, wenn der Täter die Tat­be­ge­hung als sol­che ein­ge­räumt und sich bei dem Geschä­dig­ten ent­schul­digt hat, der die­se Ent­schul­di­gung auch ange­nom­men hat. Beschö­ni­gen­de Dar­stel­lun­gen ste­hen der Über­nah­me von Ver­ant­wor­tung und ins­be­son­de­re der Aner­ken­nung der Opfer­rol­le des Geschä­dig­ten nicht ent­ge­gen.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 13. Juli 2016 – 1 StR 128/​16

  1. Fischer, StGB, § 46 Rn. 10a mit zahlr. Nachw.[]
  2. BGH, Urteil vom 23.05.2013 – 4 StR 109/​13 mwN [in NStZ-RR 2013, 240 nur Leit­sät­ze][]