Reform beim Pflan­zen­schutz

Die Bun­des­re­gie­rung will die Zulas­sung von Pflan­zen­schutz­mit­teln neu regeln. Ein jetzt vor­ge­leg­ter Gesetz­ent­wurf sieht die Ein­füh­rung einer Anzei­ge­pflicht für Unter­neh­men vor, die den Ankauf von Pflan­zen­schutz­mit­teln ver­mit­teln. Dies sei nötig, um Kon­trol­len effi­zi­en­ter zu gestal­ten, so die Regie­rung. Die Pra­xis habe gezeigt, dass ein Bedarf an einer gesetz­li­chen Rege­lung der so genann­ten Ver­triebs­er­wei­te­rung besteht. Dabei hand­le es sich um Ver­ein­ba­run­gen zwi­schen dem Zulas­sungs­in­ha­ber und dem­je­ni­gen, der ein Pflan­zen­schutz­mit­tel des Zulas­sungs­in­ha­bers unter einer ande­ren Bezeich­nung in Ver­kehr bringt. Als einen wei­te­ren Grund für die Novel­lie­rung benennt die Bun­des­re­gie­rung ein Urteil des Euro­päi­schen Gerichts­ho­fes (EuGH) vom Janu­ar 2006, wel­ches die Anpas­sung von Rege­lun­gen zum Schutz beson­ders schüt­zens­wer­ter Tier- und Pflan­zen­ar­ten an eine EU-Richt­li­nie for­dert.

Reform beim Pflan­zen­schutz

Der Bun­des­rat lis­tet in sei­ner Stel­lung­nah­me ins­ge­samt 14 Ein­wen­dun­gen auf, denen die Bun­des­re­gie­rung größ­ten­teils zustimmt. Die vom Bun­des­rat gewünsch­te kla­re Abgren­zung zwi­schen Bio­zi­den und Pflan­zen­schutz­mit­teln lehnt die Regie­rung "zum gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt" hin­ge­gen ab. Eine der­ar­ti­ge Anpas­sung des Pflan­zen­schutz­ge­set­zes sol­le erst nach Ver­ab­schie­dung einer ent­spre­chen­den EG-Ver­ord­nung vor­ge­nom­men wer­den.