Wein ist nicht bekömm­lich

Wein darf weder auf dem Eti­kett noch in der Wer­bung als „bekömm­lich” bezeich­net wer­den, urteil­te jetzt das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­land-Pfalz in Koblenz.

Wein ist nicht bekömm­lich

Eine Win­zer­ge­nos­sen­schaft aus der Pfalz ver­wen­det auf den Eti­ket­ten ihrer Wei­ne Dorn­fel­der und Grauer/​Weißer Bur­gun­der und bei deren Bewer­bung den Begriff „bekömm­lich”. Das Land Rhein­land-Pfalz hält den Begriff wegen sei­ner gesund­heits­be­zo­ge­nen Aus­sa­ge nach der Health-Claims-Ver­ord­nung1 für unzu­läs­sig. Das Ver­wal­tungs­ge­richt wies die Kla­ge der Win­zer­ge­nos­sen­schaft auf Fest­stel­lung, dass sie den Begriff ver­wen­den dür­fe, ab. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt bestä­tig­te jetzt die­se Ent­schei­dung.

Nach der Health-Claims-Ver­ord­nung dürf­ten alko­ho­li­sche Geträn­ke wie Wein kei­ne gesund­heits­be­zo­ge­nen Anga­ben tra­gen. Der Begriff „bekömm­lich” brin­ge im Zusam­men­hang mit Wein jedoch zum Aus­druck, so die Koblen­zer Rich­ter, dass er den Kör­per und sei­ne Funk­tio­nen nicht belas­te oder beein­träch­ti­ge. Dar­in lie­ge eine gesund­heits­be­zo­ge­ne Aus­sa­ge, die über das all­ge­mei­ne Wohl­be­fin­den hin­aus gehe.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­land-Pfalz, Urteil vom 19. August 2009 – 8 A 10579/​09.OVG

  1. EU-Ver­ord­nung Nr. 1924/​2006 []