Der flos­kel­haft über­gan­ge­ne Par­tei­vor­trag

Ein Ver­stoß gegen den Anspruch auf Gewäh­rung recht­li­chen Gehörs (Art. 103 Abs. 1 GG) liegt vor, wenn das Gericht ent­schei­dungs­er­heb­li­ches Par­tei­vor­brin­gen nicht zur Kennt­nis nimmt.

Der flos­kel­haft über­gan­ge­ne Par­tei­vor­trag

Die­se Vor­aus­set­zun­gen kön­nen auch dann erfüllt sein, wenn die Begrün­dung der ange­foch­te­nen Ent­schei­dung nur den Schluss zulässt, dass sie auf einer allen­falls den äuße­ren Wort­laut, nicht aber den Sinn des Par­tei­vor­trags erfas­sen­den Wahr­neh­mung beruht 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 4. Novem­ber 2015 – VII ZR 282/​14

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 08.07.2010 – VII ZR 195/​08, BauR 2010, 1792 Rn. 8; Beschluss vom 09.02.2009 – II ZR 77/​08, BauR 2009, 1003 Rn. 3[]