Voll­stre­ckungs­im­mu­ni­tät für rus­si­sche Miet­ein­nah­men

Die einem aus­län­di­schen Staat zuste­hen­den For­de­run­gen aus der Ver­mie­tung eines im Inland gele­ge­nen Objekts, die aus­schließ­lich für den Erhalt einer kul­tu­rel­len Ein­rich­tung die­ses Staa­tes ver­wen­det wer­den, kön­nen hoheit­li­chen Zwe­cken die­nen und unter­lie­gen dann der Voll­stre­ckungs­im­mu­ni­tät.

Voll­stre­ckungs­im­mu­ni­tät für rus­si­sche Miet­ein­nah­men

Die von der Recht­spre­chung zum Schutz diplo­ma­tisch und kon­su­la­risch genutz­ter Gegen­stän­de gestell­ten Anfor­de­run­gen an den Nach­weis des Ver­wen­dungs­zwecks gel­ten in glei­cher Wei­se für sons­ti­ge hoheit­lich genutz­te Gegen­stän­de und Ver­mö­gens­wer­te einer an der Staa­ten­im­mu­ni­tät teil­ha­ben­den kul­tu­rel­len Ein­rich­tung 1.

Mit die­ser Begrün­dung hob jetzt der Bun­des­ge­richts­hof einen vom Amts­ge­richt Mün­chen erlas­se­nen Pfän­dungs- und Über­wei­sungs­be­schluss zu Las­ten des in Mün­chen gele­ge­nen Rus­si­schen Hau­ses der Wis­sen­schaft und Kul­tur wie­der auf.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 1. Okto­ber 2009 – VII ZB 37/​08

  1. im Anschluss an BGH, Beschluss vom 4. Okto­ber 2005 – VII ZB 8/​05, NJW-RR 2006, 425[]