Schrift­li­ches Gut­ach­ten – und das münd­li­che Gut­ach­ten in der Haupt­ver­hand­lung

Zwar berei­tet ein schrift­li­ches Gut­ach­ten die Begut­ach­tung in der Haupt­ver­hand­lung ledig­lich vor; maß­geb­lich ist daher nur das münd­li­che Gut­ach­ten des Sach­ver­stän­di­gen 1.

Schrift­li­ches Gut­ach­ten – und das münd­li­che Gut­ach­ten in der Haupt­ver­hand­lung

Wider­spre­chen sich bei­de Gut­ach­ten in einem ent­schei­den­den Punkt, muss die­se Abwei­chung näher begrün­det wer­den 2.

Das Gericht muss sich mit die­sem Wider­spruch aus­ein­an­der­set­zen und in den Urteils­grün­den nach­voll­zieh­bar dar­le­gen, war­um es das eine Ergeb­nis für zutref­fend, das ande­re für unzu­tref­fend erach­tet 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Febru­ar 2016 – 2 StR 458/​15

  1. vgl. BGH, Urteil vom 30.07.1999 – 1 StR 618/​98, BGHSt 45, 164, 167[]
  2. BGH, Beschluss vom 13.05.2005 – 2 StR 160/​05, NStZ 2005, 683, 684[]
  3. BGH, Beschluss vom 29.12 1989 – 4 StR 630/​89, NStZ 1990, 244, 245; Beschluss vom 13.07.2004 – 4 StR 120/​04, NStZ 2005, 161[]