Wert­er­satz­ver­fall – und der Ein­kaufs­preis des Dea­lers

Die Höhe des nach § 73a Satz 1 StGB für ver­fal­len zu erklä­ren­den Geld­be­tra­ges bestimmt sich nach dem Wert des nach § 73 Abs. 1 Satz 1 StGB aus der Tat Erlang­ten, des­sen Ver­fall aus den in § 73a Satz 1 StGB genann­ten Grün­den nicht mehr ange­ord­net wer­den kann 1.

Wert­er­satz­ver­fall – und der Ein­kaufs­preis des Dea­lers

Die Wert­be­stim­mung erfolgt nach dem Brut­to­prin­zip, sodass bei Rausch­gift­ge­schäf­ten, wie sie hier in Rede ste­hen, der tat­säch­lich erziel­te Ver­kaufs­er­lös – ohne Abzug von Ein­kaufs­preis, Trans­port­kos­ten etc. – anzu­set­zen ist 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 5. Novem­ber 2015 – 4 StR 124/​14

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 10.09.2002 – 1 StR 281/​02, NStZ 2003, 198, 199; Münch­Komm-StG­B/Jo­ecks, 2. Aufl., § 73a Rn. 14 mwN[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 10.06.1999 – 4 StR 135/​99, NStZ-RR 2000, 57, 58 mwN[]