Flücht­lings­un­ter­kunft im Gewer­be­ge­biet

Im Gewer­be­ge­biet in Köln-Löve­nich dür­fen nach einer Ent­schei­dung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len vor­läu­fig Flücht­lin­ge unter­ge­bracht wer­den.

Flücht­lings­un­ter­kunft im Gewer­be­ge­biet

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in Müns­ter hat die Anträ­ge auf Gewäh­rung vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes abge­lehnt, die zwei benach­bar­te Gewer­be­be­trie­be gestellt hat­ten, und damit die gegen­tei­li­gen erst­in­stanz­li­chen Ent­schei­dun­gen des Ver­wal­tungs­ge­richts Köln 1 geän­dert.

Die Gewer­be­be­trie­be hat­ten sich gegen die von der Stadt Köln geplan­te Auf­stel­lung von zwei ein­ge­schos­si­gen Wohn­con­tai­nern zur Unter­brin­gung von Flücht­lin­gen gewandt. Zur Begrün­dung hat­ten sie u. a. ange­führt, die Unter­brin­gungs­ein­rich­tung pas­se nicht in das Gewer­be­ge­biet in Köln-Löve­nich, zudem habe die Stadt Köln die Ver­füg­bar­keit von alter­na­ti­ven Unter­brin­gungs­mög­lich­kei­ten nicht hin­rei­chend geprüft.

Das OVG NRW hat sei­ne Beschwer­de­ent­schei­dun­gen im Wesent­li­chen auf die neue, erst am 26. Novem­ber 2014 in Kraft getre­te­ne, Rege­lung des § 246 Abs. 10 Bau­GB gestützt. Danach kön­nen bis Ende 2019 unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen in Gewer­be­ge­bie­ten Unter­künf­te für Flücht­lin­ge oder Asyl­be­geh­ren­de zuge­las­sen wer­den. Die­se Vor­aus­set­zun­gen sind hier nach den sum­ma­ri­schen Fest­stel­lun­gen erfüllt.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nord­rhein ‑West­fa­len – Beschlüs­se vom 23. Febru­ar 2015 – 7 B 1343/​14 und 7 B 1344/​14

  1. VG Köln, Beschlüs­se vom 10.11.2014 – 2 L 2039/​14 und 2 L 2050/​14[]