Die löschungs­rei­fe Mar­ke und das Wider­spruchs­ver­fah­ren

Das Wider­spruchs­ver­fah­ren nach § 53 Mar­kenG ist auf die for­mel­le Prü­fung beschränkt, ob der Inha­ber der ein­ge­tra­ge­nen Mar­ke der Löschung recht­zei­tig wider­spro­chen hat. Wird mit dem Antrag nach § 53 Abs. 1 Mar­kenG gel­tend gemacht, der Inha­ber der Mar­ke erfül­le nicht mehr die in § 7 Mar­kenG genann­ten Vor­aus­set­zun­gen, und hat der im Regis­ter ein­ge­tra­ge­ne Mar­ken­in­ha­ber Wider­spruch erho­ben, hat das Deut­sche Patent- und Mar­ken­amt im Ver­fah­ren nach § 53 Mar­kenG das Vor­lie­gen der Vor­aus­set­zun­gen des § 7 Mar­kenG nicht zu prü­fen.

Die löschungs­rei­fe Mar­ke und das Wider­spruchs­ver­fah­ren

Das Wider­spruchs­ver­fah­ren vor dem Deut­schen Patentund Mar­ken­amt nach § 53 Mar­kenG ist ein dem Kla­ge­ver­fah­ren nach § 55 Mar­kenG vor­ge­schal­te­tes, fakul­ta­ti­ves Regis­ter­ver­fah­ren, in dem kei­ne Ent­schei­dung über die Löschungs­rei­fe der Mar­ke wegen Ver­falls ergeht. Die mate­ri­ell­recht­li­che Prü­fung, ob die Mar­ke gemäß § 49 Mar­kenG ver­fal­len ist, ist viel­mehr dem Löschungs­ver­fah­ren vor den ordent­li­chen Gerich­ten vor­be­hal­ten 1. Das Deut­sche Patentund Mar­ken­amt ist somit im Ver­fah­ren nach § 53 Mar­kenG auf die for­mel­le Prü­fung beschränkt, ob der Inha­ber der ein­ge­tra­ge­nen Mar­ke der Löschung inner­halb von zwei Mona­ten nach Zustel­lung der Mit­tei­lung des Löschungs­an­trags wider­spro­chen hat (§ 53 Abs. 3 Mar­kenG).

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 17. August 2011 – I ZB 98/​10

  1. vgl. Fezer, Mar­ken­recht, 4. Aufl., § 53 Rn. 7[]