Kla­ge aus abge­tre­te­nem Recht – und die Aus­wahl des rich­ti­gen Zes­sio­nars

Eine auf abge­tre­te­ne Ansprü­che gestütz­te Kla­ge ist man­gels hin­rei­chen­der Bestimmt­heit des Streit­ge­gen­stands unzu­läs­sig (§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO), wenn der Kla­ge­an­spruch gleich­ran­gig auf Ansprü­che aus abge­tre­te­nem Recht zwei­er ver­schie­de­ner Per­so­nen gestützt wird.

Kla­ge aus abge­tre­te­nem Recht – und die Aus­wahl des rich­ti­gen Zes­sio­nars

Inso­weit han­del­te es sich trotz ein­heit­li­chen Kla­ge­ziels um unter­schied­li­che Streit­ge­gen­stän­de. Die­se kön­nen nicht im Wege einer alter­na­ti­ven Kla­ge­häu­fung der­art gel­tend gemacht wer­den, dass zwar nur einer der Ansprü­che ten­oriert, die Aus­wahl aber dem Gericht über­las­sen wer­den soll.

Viel­mehr ist es Sache der kla­gen­den Par­tei, die Streit­ge­gen­stän­de in ein Even­tu­al­ver­hält­nis zu stel­len. Die Klä­ge­rin muss also bei­spiels­wei­se erklä­ren, dass die Kla­ge aus abge­tre­te­nem Recht auf den Anspruch des Anton, hilfs­wei­se auf einen Anspruch des Bal­dur stützt.

Dies kann noch in der Revi­si­ons­in­stanz gesche­hen 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 17. Dezem­ber 2015 – I ZR 172/​14

  1. BGH, Beschluss vom 24.03.2011 – I ZR 108/​09, BGHZ 189, 56 Rn. 8 – TÜV I; Beschluss vom 27.11.2013 – III ZR 371/​12[]
  2. BGH, Beschluss vom 21.10.2014 – XI ZB 12/​12, WM 2015, 22 Rn. 141 ff, 146[]