Arbeits­un­fä­hig­keit wäh­rend des Ruhens des Arbeits­lo­sen­gel­des

Einem Arbeits­lo­sen steht kein Anspruch auf Arbeits­lo­sen­geld zu, wenn er wäh­rend des Ruhens­zeit­raums nach § 143 Abs. 2 SGB III in der ab 01.01.1998 gel­ten­den Fas­sung arbeits­un­fä­hig erkrankt 1.

Arbeits­un­fä­hig­keit wäh­rend des Ruhens des Arbeits­lo­sen­gel­des

Dem Arbeits­lo­sen, des­sen Arbeits­lo­sen­geld­an­spruch bei Beginn der Arbeits­un­fä­hig­keit nach § 143 Abs. 2 SGB III in der ab 01.01.1998 gel­ten­den Fas­sung ruht, steht kein Kran­ken­geld­an­spruch nach §§ 44 Abs. 1, 5 Abs. 1 Nr. 2 SGB V oder § 19 Abs. 2 SGB V zu, wenn eine Pro­gno­se ergibt, dass er mehr als einen Monat ab Ende des Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­ses arbeits­un­fä­hig sein wird 2.

Die dar­aus ent­ste­hen­de Lücke in den Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen ist nicht ver­fas­sungs­wid­rig und kann man­gels plan­wid­ri­ger Lücke durch eine Ana­lo­gie weder im Recht der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung noch im Recht der Kran­ken­ver­si­che­rung geschlos­sen wer­den.

Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Würt­tem­berg, Urteil vom 31. August 2012 – L 8 AL 3396/​11

  1. Anschluss an BSG, Urteil vom 07.02.2002 – B 7 AL 28/​01 R[]
  2. Anschluss an BSG, Urteil vom 10.05.2012 – B 1 KR 19/​11 R[]