Betrieb­li­che Alters­ver­sor­gung der IKK clas­sic – und der Eigen­an­teil zur VBL im Abrech­nungs­ver­band Ost

Auch im sog. Abrech­nungs­ver­band Ost der Ver­sor­gungs­an­stalt des Bun­des und der Län­der (VBL) haben die Arbeit­neh­mer der IKK clas­sic nach den dort gel­ten­den Tarif­ver­trä­gen einen Eigen­an­teil zu ihrer betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung zu tra­gen.

Betrieb­li­che Alters­ver­sor­gung der IKK clas­sic – und der Eigen­an­teil zur VBL im Abrech­nungs­ver­band Ost

In dem hier vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­de­nen Fall ist der Arbeit­neh­mer seit 1995 bei der beklag­ten IKK clas­sic bzw. deren Rechts­vor­gän­ge­rin ange­stellt. In sei­nem Arbeits­ver­trag wird unter ande­rem auf sons­ti­ge Tarif­ver­trä­ge in der jeweils für die IKK gel­ten­den Fas­sung Bezug genom­men. Bei der IKK gel­ten „Tarif­ver­trä­ge über die betrieb­li­che Alters­ver­sor­gung“ bei den Innungs­kran­ken­kas­sen und ihren Ver­bän­den, die von Arbeit­ge­ber­sei­te zum einen mit der Ver­ein­ten Dienst­leis­tungs­ge­sell­schaft (ver.di) und zum ande­ren mit der Gewerk­schaft der Sozi­al­ver­si­che­rung (GdS) abge­schlos­sen wur­den. Bezüg­lich Inhalt und Umfang der Ver­sor­gungs­leis­tun­gen wird auf die Sat­zung der VBL in der jeweils gül­ti­gen Fas­sung ver­wie­sen. Zur Finan­zie­rung ist bestimmt, dass sich die­se durch den Arbeit­ge­ber nach den Vor­ga­ben der VBL-Sat­zung rich­tet. Die IKK behielt ab dem 1. Janu­ar 2003 von der monat­li­chen Ver­gü­tung des Arbeit­neh­mers, des­sen Arbeits­ver­hält­nis zum sog. Abrech­nungs­ver­band Ost der VBL gehört, jeweils einen pro­zen­tua­len Anteil ent­spre­chend der jeweils gel­ten­den VBL-Sat­zung als Arbeit­neh­mer­bei­trag zur betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung ein und führ­te die­sen an die VBL ab.

Die auf Zah­lung von ein­be­hal­te­nen Arbeit­neh­mer­bei­trä­gen zur betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung gerich­te­te Kla­ge ist von den Vor­in­stan­zen vor dem Arbeits­ge­richt und dem Säch­si­schen Lan­des­ar­beits­ge­richt 1 abge­wie­sen wor­den. Und auch die Revi­si­on des Arbeit­neh­mers hat­te nun vor dem Bun­des­ar­beits­ge­richt kei­nen Erfolg:

Nach den vor­lie­gend ein­schlä­gi­gen Ver­ein­ba­run­gen sowohl in der mit ver.di als auch in der mit der GdS ver­ein­bar­ten Fas­sung ergibt sich, dass Arbeit­neh­mer der IKK im sog. Abrech­nungs­ver­band Ost einen Eigen­an­teil zu ihrer betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung bei der VBL zu tra­gen haben. Das folgt aus deren Aus­le­gung. Die Ver­wei­sung in den maß­geb­li­chen Tarif­ver­trä­gen auf die Sat­zung der VBL zur Rege­lung von Inhalt und Umfang der betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung ist recht­lich zuläs­sig.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 21. Janu­ar 2020 – 3 AZR 73/​19

  1. Sächs. LAG, Urteil vom 22.01.2019 – 3 Sa 291/​18[]