Der Grund­satz der Selbstbelastungsfreiheit

Der Grund­satz, dass nie­mand im Straf­ver­fah­ren gegen sich selbst aus­zu­sa­gen braucht, inso­weit also ein Schwei­ge­recht besteht, ist not­wen­di­ger Bestand­teil eines fai­ren Ver­fah­rens. Es steht dem Ange­klag­ten frei, sich zu äußern oder nicht zur Sache aus­zu­sa­gen (vgl. § 136 Abs. 1 Satz 2, § 243 Abs. 5 Satz 1 StPO). Macht ein Ange­klag­ter von

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Spon­tan­äu­ße­run­gen und die Selbstbelastungsfreiheit

Der hohe Rang der Selbst­be­las­tungs­frei­heit gebie­tet es, dass auch Spon­tan­äu­ße­run­gen – zumal zum Rand­ge­sche­hen – nicht zum Anlass für sach­auf­klä­ren­de Nach­fra­gen genom­men wer­den, wenn der Beschul­dig­te nach Beleh­rung über sei­ne Rech­te nach § 136 Abs. 1 Satz 2 StPO die Kon­sul­ta­ti­on durch einen benann­ten Ver­tei­di­ger begehrt und erklärt, von sei­nem Schwei­ge­recht Gebrauch

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