Merk­zei­chen Bl – und die schwe­re Hirn­schä­di­gung

Schwerst Hirn­ge­schä­dig­te, die zu kei­ner dif­fe­ren­zier­ten Sin­nes­wahr­neh­mung im Stan­de sind, erfül­len nicht die gesund­heit­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für Merk­zei­chen Bl (Blind­heit). Dies ent­schied jetzt das Bun­des­so­zi­al­ge­richt auf die Kla­ge eines 2007 gebo­re­nen Mäd­chens, das seit ihrer Geburt an einer aus­ge­präg­ten Stoff­wech­sel­stö­rung, einer nicht­ke­to­ti­sche Hyper­gly­cin­ämie, lei­det. Bei ihr besteht Pfle­ge­be­dürf­tig­keit nach der Stu­fe

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Blin­den­geld trotz Hirn­schä­di­gung

Auch schwerst Hirn­ge­schä­dig­te, die nicht sehen kön­nen, haben einen Anspruch auf Blin­den­geld. Anders als in der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung ent­schie­den, ist hier­für nicht mehr erfor­der­lich, dass ihre Beein­träch­ti­gung des Seh­ver­mö­gens noch deut­lich stär­ker aus­ge­prägt ist als die Beein­träch­ti­gung sons­ti­ger Sin­nes­wahr­neh­mun­gen wie zum Bei­spiel Hören oder Tas­ten (soge­nann­te spe­zi­fi­sche Stö­rung des Seh­ver­mö­gens).

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