Der Dea­ler und die Schuss­waf­fe im Waschtisch

Gemäß Anla­ge 1 Abschnitt 2 Nr. 2 zu § 1 Abs. 4 WaffG besitzt eine Waf­fe oder Muni­ti­on, wer die tat­säch­li­che Gewalt dar­über aus­übt. Der Besitz im waf­fen­recht­li­chen Sinn ent­spricht daher grund­sätz­lich dem unmit­tel­ba­ren Besitz des § 854 BGB. Neben der objek­ti­ven Sach­herr­schaft ist ein Herr­schafts­wil­le und somit die Kennt­nis vom Ent­ste­hen der (objek­ti­ven) Sach­herr­schaft erforderlich.

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Metha­don-Miß­brauch in der Sub­sti­tu­ti­ons­the­ra­pie – und die Sach­herr­schaft des Arztes

Die Stel­lung als behan­deln­der Sub­sti­tu­ti­ons­arzt eines opi­at­ab­hän­gi­gen Pati­en­ten als sol­che begrün­det kei­ne Hand­lungs­herr­schaft des Arz­tes bei miss­bräuch­li­cher Ver­wen­dung des ver­schrie­be­nen Sub­sti­tu­ti­ons­me­di­ka­ments durch den Pati­en­ten. Ein Arzt kann in sol­chen Kon­stel­la­tio­nen ledig­lich als Täter eines Kör­­per­­ver­­­le­t­­zungs- oder Tötungs­de­likts straf­bar sein, wenn die selbst­schä­di­gen­de oder selbst­ge­fähr­den­de Hand­lung des Pati­en­ten nicht eigen­ver­ant­wort­lich erfolgte.

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