Neue Regeln in der Finanz­bran­che

Die Deut­schen sind ein Volk der Spa­rer. Mehr als die Hälf­te der Bun­des­bür­ger legt regel­mä­ßig Geld zurück, um sich einen Wunsch zu erfül­len oder für das Alter vor­zu­sor­gen. Die Sicher­heit der Anla­ge hat dabei nach wie vor die höchs­te Bedeu­tung, deut­lich vor der Ren­di­te.

Neue Regeln in der Finanz­bran­che

Die­sem Bedürf­nis nach Sicher­heit trägt auch der Gesetz­ge­ber Rech­nung, gera­de ange­sichts der Kri­sen im Finanz­we­sen. Vom ein­fa­chen Spar­buch bis zum kom­ple­xen Zins- und Wäh­rungs­ma­nage­ment exis­tiert ein umfang­rei­ches und stän­dig wach­sen­des Regel­werk. Mit die­sem Vor­schrif­ten­di­ckicht kon­fron­tiert, suchen sich vie­le Kre­dit­in­sti­tu­te selbst Hil­fe von Exper­ten – zum Bei­spiel unter www.l‑p-a.com.

Neue Regeln in der Finanzbranche

Genaue Vor­ga­ben für die Anla­ge­be­ra­tung

Denn je mehr Regu­la­ri­en es gibt, des­to zahl­rei­cher sind auch die Fal­len, in die Bera­ter im Finanz­we­sen und damit auch Ban­ken tap­pen kön­nen. Die Anfor­de­run­gen an Bera­tungs­ge­sprä­che sind umfang­reich – eine detail­lier­te Auf­stel­lung fin­det sich bei der Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht (BaFin). Dem­nach sind sowohl die Zie­le der Geld­an­la­ge wie auch die Risi­ko­be­reit­schaft und der zeit­li­che Hori­zont genau zu klä­ren. Die finan­zi­el­len Ver­hält­nis­se der Kun­den sind wich­tig eben­so wie ihre bis­he­ri­gen Erfah­run­gen im Bereich der Geld­an­la­gen.

Zins- und Wäh­rungs­ma­nage­ment ist ein wesent­li­cher Aspekt der Bera­tung bei Geschäf­ten mit inter­na­tio­na­ler Aus­rich­tung – denn jede Ände­rung im Wech­sel­kurs hat Aus­wir­kun­gen auf den Ertrag. Wer inter­na­tio­nal denkt, kommt also um Zins- und Wäh­rungs­ma­nage­ment nicht her­um. Der Anla­ge­be­ra­ter muss sich durch sei­ne Fra­gen an den Kun­den ein umfas­sen­des Bild von des­sen Anla­ge­zie­len und Erfah­run­gen machen, schreibt die BaFin vor. Zudem darf der Bera­ter nur sol­che Anla­gen emp­feh­len, die sich für die Kun­den eig­nen und die die­ser auch ver­steht.

Und bereits vor Beginn der Bera­tung muss der Kun­de infor­miert wer­den, ob es sich um eine Hono­rar­be­ra­tung han­delt oder nicht. Hono­rar­be­ra­ter dür­fen aus­schließ­lich vom Kun­den bezahlt wer­den und nicht auf Pro­vi­si­ons­ba­sis arbei­ten, stellt das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Jus­tiz und Ver­brau­cher­schutz klar.

Pro­to­kol­le sind uner­läss­lich – am bes­ten stan­dar­di­siert

All das muss pro­to­kol­liert wer­den – eine Anla­ge­be­ra­tung ohne Pro­to­koll ist ein Ver­stoß gegen die Regu­la­ri­en und ruft bei einer ent­spre­chen­den Beschwer­de die BaFin auf den Plan. Zu den maß­geb­li­chen Inhal­ten gehö­ren die Infor­ma­tio­nen über die emp­foh­le­nen Finanz­in­stru­men­te; unab­hän­gig davon, ob es sich um Akti­en, Fonds oder Deri­va­te aus dem Zins- und Wäh­rungs­ma­nage­ment han­delt.

Denn das Pro­to­koll soll mit sei­nen gebün­del­ten Infor­ma­tio­nen dem Kun­den hel­fen, eine fun­dier­te Ent­schei­dung über sei­ne Anla­ge zu tref­fen. Und wenn es zum Streit kommt, dient es als Beweis­mit­tel. Um die­se Funk­ti­on zu erfül­len, muss das Pro­to­koll mög­lichst zwei­er­lei sein: stan­dar­di­siert und rechts­si­cher. Dann ist es eine sta­bi­le Basis für den Kun­den wie für den Anla­ge­be­ra­ter.