Ver­trä­ge nicht nur in deut­scher Spra­che

Zur Zeit ist es zwar sehr beliebt, sei­ne Zel­te in Deutsch­land abzu­bre­chen und aus Deutsch­land aus­zu­wan­dern – aber man soll nicht ver­ges­sen, dass Deutsch­land auch ein Ein­wan­de­rungs­land ist. Bereits in den 60ger und 70ger Jah­ren kamen vie­le Aus­län­der als Gast­ar­bei­ter in unser Land. Neben Ita­lie­ner, Spa­ni­er und Por­tu­gie­sen waren es vor Allem Tür­ken, die für eini­ge Jah­re in Deutsch­land arbei­ten woll­ten. Vie­le von ihnen sind nicht in ihre Hei­mat­län­der zurück­ge­gan­gen, son­dern in Deutsch­land geblie­ben. Mit­ler­wei­le lebt hier schon die zwei­te und drit­te Genera­ti­on.

Ver­trä­ge nicht nur in deut­scher Spra­che

Nun ist in den letz­ten Jahr­zehn­ten Euro­pa näher zusam­men­ge­wach­sen. Gera­de die Euro­päi­sche Uni­on hat es ermög­licht, dass die Grenz­bäu­me gefal­len sind und ein Euro­pä­er uni­ons­weit frei zie­hen kann und sich auch Arbeit suchen kann.

Schwie­rig wird es erst bei der jewei­li­gen Lan­des­spra­che: Wenn ein Spa­ni­er einen deut­schen Arbeits­ver­trag unter­zeich­nen soll oder ein Fran­zo­se in Deutsch­land ein Grund­stück kau­fen möch­te, erge­ben sich zwangs­läu­fig Sprach­pro­ble­me. Auch wenn ein Grund­wort­schatz vor­han­den ist, bekom­men vie­le Aus­län­der beim Behör­den­deutsch oder in Ver­trags­an­ge­le­gen­hei­ten Schwie­rig­kei­ten.

Eini­ge Rechts­an­wäl­te und Nota­re haben sich auf die­se Pro­ble­ma­tik ein­ge­stellt und bie­ten spe­zi­el­le Ser­vices an. Wirt­schafts­eng­lisch ist bei Juris­ten mit ent­spre­chen­der Kli­en­tel weit ver­brei­tet. Aber Rechts­an­wäl­te wer­ben auch mit Sprach­kennt­nis­sen in tür­kisch, rus­sisch oder ita­lie­nisch.

So ist die Ein­schal­tung eines Notars gesetz­lich vor­ge­schrie­ben bei Erb- und Ehe­ver­trä­gen, Gesell­schafts­ver­trä­gen von Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten oder bei Grund­stücks­ge­schäf­ten. Berei­ten bestimm­te Äuße­run­gen in die­sem Bereich einem Mut­ter­sprach­ler schon Kopf­zer­bre­chen, so kann die Ver­stän­di­gung z.B. mit einem Spa­ni­er noch mehr Pro­ble­me auf­wer­fen. Da ist es von gro­ßem Nut­zen, wenn eine Kanz­lei die Über­set­zung direkt mit­lie­fern kann.