Wenn Juris­ten mit Zah­len umge­hen…

Dies ist die Geschich­te von Mar­cel Schnei­der, einem 21 jäh­ri­gen Stu­den­ten der sei­nem 400€ Stu­den­ten­job ent­flie­hen und sich ein paar Euro zusätz­lich ver­die­nen woll­te. Mar­cel stu­diert an der Uni­ver­si­tät zu Köln Jura und arbei­te­te als stu­den­ti­sche Hilfs­kraft für die juris­ti­sche Fakul­tät. Die Arbeit inter­es­sier­te ihn zwar sehr, aber die Ent­loh­nung reich­te kaum für ein anstän­di­ges Leben. Er such­te im Inter­net nach Mög­lich­kei­ten um sein Ein­kom­men auf­zu­bes­sern, oder sogar so viel zu ver­die­nen, dass er sei­nen Neben­job kün­di­gen kann. Er ent­de­cke eine Doku­men­ta­ti­ons­rei­he über Dayt­ra­der und ent­schloss dies eben­falls zu pro­bie­ren.

Wenn Juris­ten mit Zah­len umge­hen…

Er nahm all sein Erspar­tes, zahl­te es bei Plus 500, einem Online­bro­ker, ein und las simul­tan eini­ge Bücher über den Han­deln mit Wäh­run­gen. In nur dem ers­ten Monat stieg sein Kapi­tal von 2.500€ auf knapp 30.000€ an und er fühl­te sich wie im sieb­ten Him­mel. Die­se Plus 500 Erfah­rung brach­te ihn dazu sei­ne Prio­ri­tä­ten zu über­den­ken und besuch­te die Vor­le­sung nun nicht mehr so regel­mä­ßig. Er fokus­sier­te sich voll­kom­men auf das Tra­ding und wur­de dafür reich belohnt. Im nächs­ten Monat ver­brach­te er acht Stun­den am Tag damit, die Kur­se der Wäh­run­gen zu beob­ach­ten, kauf­te und ver­kauf­te ver­schie­de­ne Wer­te. Am Ende des zwei­ten Monats war sein Ver­mö­gen auf 125.000€ ange­stie­gen. Als jun­ger Mann ist dies eine so unglaub­li­che Sum­me Geld, dass man es kaum glau­ben kann.

Mar­cel zahl­te einen Teil des Gel­des von Plus 500 aus, um sich zu ver­ge­wis­sern, dass er nicht träum­te. Als das klei­ne Ver­mö­gen auf sei­nem Kon­to ange­kom­men war, erfüll­te er sich den Traum eines eige­nen Autos. Er erwarb einen wei­ßen Mer­ce­des und kün­dig­te den Job an der Uni­ver­si­tät. Um das Risi­ko bes­ser zu streu­en, zahl­te er die Hälf­te sei­nes Tra­ding­ka­pi­tals bei Sen­sus Capi­tal Mar­kets ein. Über die aktu­el­len Ver­mö­gens­ver­hält­nis­se spricht Mar­cel Schnei­der nicht ger­ne. Zu groß wur­de der Neid und die Miss­gunst im Freun­des­kreis. Es steht jedoch fest, dass er genü­gend Geld ver­dient hat, um in sei­nem Leben nie wie­der arbei­ten zu müs­sen. Zwar setzt er sein Stu­di­um fort, doch tut er dies nun nicht mehr um anschlie­ßend einen gut­be­zahl­ten Job zu bekom­men, son­dern aus per­sön­li­chem Inter­es­se.

In letz­ter Zeit häu­fen sich die Berich­te über Men­schen, die auf den Finanz­märk­ten groß absah­nen und ihr Leben auf einen Schlag ändern. Mar­cel ist ein gutes Bei­spiel dafür, dass auch Juris­ten mit Zah­len umge­hen kön­nen.