Mine­ral­öl­steu­er­ver­gü­tung

Lie­fert ein Mine­ral­öl­händ­ler Öl an einen Kun­den auf offe­ne Rech­nung, so muss er für die­se Öllie­fe­rung die Mine­ral­öl­steu­er abfüh­ren, egal ob der Kun­de spä­ter zahlt oder nicht. Aller­dings kann der Händ­ler die Erstat­tung der Mine­ral­öl­steu­er ver­lan­gen, wenn von dem Kun­den kei­ne Zah­lung mehr zu erlan­gen ist und der Steu­er­be­trag min­des­tens 5.000,- ? beträgt (§ 53 MinÖStV). Aber auch hier ist Vor­sicht ange­bracht, wie ein aktu­el­les Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs zeigt:

Mine­ral­öl­steu­er­ver­gü­tung

Wer einen Abneh­mer gegen Last­schrift mit Mine­ral­öl belie­fert, hat jeden­falls dann kei­nen Anspruch auf Ver­gü­tung der Mine­ral­öl­steu­er, wenn es wie­der­holt zu Rück­last­schrif­ten gekom­men ist und die Lie­fe­run­gen ohne Siche­rung der Kauf­preis­for­de­run­gen fort­ge­setzt wer­den.

Und auch die Bestel­lung von Sicher­hei­ten durch den Kun­den hilft nicht immer:

Lässt sich der Mine­ral­öl­lie­fe­rant in die­ser Situa­ti­on Grund­pfand­rech­te ein­räu­men, müs­sen die­se auch wert­hal­tig sein, wor­über er sich zu ver­ge­wis­sern hat.

BFH, Urteil vom 17. Janu­ar 2006 – VII R 42/​04