Auf­klä­rungs­pflicht im Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren – und das For­mal­ge­ständ­nis im Strafverfahren

Beru­hen die tat­säch­li­chen Fest­stel­lun­gen eines sach­glei­chen rechts­kräf­ti­gen Straf­ur­teils auf einem inhalts­lee­ren For­mal­ge­ständ­nis, des­sen Ver­ein­bar­keit mit dem Ermitt­lungs­er­geb­nis das Straf­ge­richt nicht geprüft hat, hat ein Wehr­dienst­ge­richt Anlass, nach § 84 Abs. 1 Satz 2 WDO die noch­ma­li­ge Prü­fung der Fest­stel­lun­gen zu beschlie­ßen. Gemäß § 123 Satz 3 in Ver­bin­dung mit § 106 Abs. 1 WDO

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Das Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren und das inhalts­lee­re For­mal­ge­ständ­nis im Strafverfahren

Ein Straf­ur­teil, das auf einem in­halts­lee­ren For­mal­ge­ständ­nis be­ruht und des­halb nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs für die rich­ter­li­che Über­zeu­gungs­bil­dung nicht aus­reicht, ent­fal­tet im be­am­ten­recht­li­chen Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren kei­ne Bin­dungs­wir­kung. Nach § 56 Abs. 1 LDG NRW sind die tat­säch­li­chen Fest­stel­lun­gen eines rechts­kräf­ti­gen Urteils im Straf­ver­fah­ren im Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren, das den­sel­ben Sach­ver­halt zum Gegen­stand hat,

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