Urnengrabstätte - und die nur zweijährige Dauer der Totenruhe

Urnen­grab­stät­te – und die nur zwei­jäh­ri­ge Dau­er der Toten­ru­he

Eine Ruhe­zeit für Urnen von zwei Jah­ren ver­letzt die post­mor­ta­le Men­schen­wür­de nach Art. 1 Abs. 1 GG jeden­falls dann nicht, wenn die Gemein­de sat­zungs­recht­lich die Ver­lei­hung lang­jäh­ri­ger Nut­zungs­rech­te an Grab­stät­ten für Urnen vor­sieht. Glei­ches gilt für das durch Art. 2 Abs. 1 GG geschütz­te Toten­ge­den­ken der Ange­hö­ri­gen an der Grab­stät­te. Ein lan­des­ge­setz­li­cher Rege­lungs­auf­trag genügt

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Jüdischer Friedhof - und die nichtjüdische Ehefrau

Jüdi­scher Fried­hof – und die nicht­jü­di­sche Ehe­frau

Eine nicht­jü­di­sche Ehe­frau darf neben ihrem Ehe­mann auf einem jüdi­schem Fried­hof bestat­tet wer­den. Eine jüdi­sche Kul­tus­ge­mein­de darf auf ihrem Fried­hof ein Grab­nut­zungs­recht eines über­le­ben­den Ehe­gat­ten nach­träg­lich nur beschrän­ken, wenn sie dabei die Toten­wür­de des dort bereits beer­dig­ten Ehe­gat­ten ange­mes­sen berück­sich­tigt. In dem hier vom Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len in

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Gestaltungsvorschriften in der Friedhofssatzung - und die Berufsfreiheit des Steinmetzes

Gestal­tungs­vor­schrif­ten in der Fried­hofs­sat­zung – und die Berufs­frei­heit des Stein­met­zes

Ein Stein­metz ist durch in einer Fried­hofs­sat­zung ent­hal­te­ne Vor­schrif­ten über Grab­ein­fas­sun­gen und die Grö­ße von Grab­ma­len regel­mä­ßig nicht in sei­ner Berufs­frei­heit nach Art. 12 Abs. 1 GG betrof­fen. Die Antrags­be­fug­nis nach § 47 Abs. 2 Satz 1 VwGO hat jede natür­li­che oder juris­ti­sche Per­son, die gel­tend macht, durch die Rechts­vor­schrift oder deren Anwen­dung

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Der Zweck der Verwesung

Der Zweck der Ver­we­sung

Der Zweck der Ver­we­sung inner­halb der Ruhe­zeit kann die Begren­zung der Ansichts­flä­che von Pult­stei­nen für Urnen­grä­ber in einer Fried­hofs­sat­zung nicht recht­fer­ti­gen. Die all­ge­mei­ne Hand­lungs­frei­heit nach Art. 2 Abs. 1 GG schützt den Wunsch naher Ange­hö­ri­ger eines Ver­stor­be­nen, des Toten nach eige­nen Vor­stel­lun­gen zu geden­ken und hier­zu auch Grab­ma­le nach eige­ner Gestal­tung zu

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