Kei­ne Abtrei­bung nach dem Kaiserschnitt

Der Bun­des­ge­richts­hof hat das Urteil des Land­ge­richts Ber­lin im „Ber­li­ner Zwil­lings­fall“ über­wie­gend bestä­tigt. Das Land­ge­richt Ber­lin hat die bei­den Ange­klag­ten, erfah­re­ne Geburts­me­di­zi­ner, wegen Tot­schlags (in min­der schwe­rem Fall) zu Frei­heits­stra­fen von einem Jahr und sechs Mona­ten bzw. einem Jahr und neun Mona­ten ver­ur­teilt und die Voll­stre­ckung zur Bewäh­rung aus­ge­setzt Nach

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Die ver­spä­te­te Abtreibung

Das Land­ge­richt Ber­lin hat die Lei­ten­de Ober­ärz­tin und den ehe­ma­li­gen, inzwi­schen pen­sio­nier­ten Chef­arzt eines Ber­li­ner Kli­ni­kums wegen der bewuss­ten Tötung eines kran­ken Zwil­lings­kin­des wäh­rend eines Kai­ser­schnitts wegen Tot­schlags zu Frei­heits­stra­fen von einem Jahr und sechs Mona­ten bzw. einem Jahr und neun Mona­ten ver­ur­teilt, deren Voll­stre­ckung jeweils zur Bewäh­rung aus­ge­setzt wur­de. Das

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Unter­rich­tung über alter­na­ti­ve Behandlungsmöglichkeiten

Eine Unter­rich­tung über eine alter­na­ti­ve Behand­lungs­mög­lich­keit ist nur erfor­der­lich, wenn für eine medi­zi­nisch sinn­vol­le und indi­zier­te The­ra­pie meh­re­re gleich­wer­ti­ge Behand­lungs­mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung ste­hen, die zu jeweils unter­schied­li­chen Belas­tun­gen des Pati­en­ten füh­ren oder unter­schied­li­che Risi­ken und Erfolgs­chan­cen bie­ten . Gemäß die­sem all­ge­mei­nen Grund­satz braucht der geburts­lei­ten­de Arzt in einer nor­ma­len Ent­bin­dungs­si­tua­ti­on, bei

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Kai­ser­schnitt – und die Auf­klä­rungs­pflicht des Arztes

Bestehen deut­li­che Anzei­chen dafür, dass sich der Zustand der Schwan­ge­ren bzw. der Geburts­vor­gang so ent­wi­ckeln kön­nen, dass die Schnitt­ent­bin­dung zu einer ech­ten Alter­na­ti­ve zur vagi­na­len Ent­bin­dung wird, muss der Arzt die Schwan­ge­re über die unter­schied­li­chen Risi­ken und Vor­tei­le der ver­schie­de­nen Ent­bin­dungs­me­tho­den auf­klä­ren. Besteht die ernst­haf­te Mög­lich­keit, dass die Schnitt­ent­bin­dung im

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