Kausalität und Sorgfaltspflichten beim unechten Unterlassungsdelikt

Kau­sa­li­tät und Sorg­falts­pflich­ten beim unech­ten Unter­las­sungs­de­likt

Ursäch­lich­keit liegt bei (unech­ten) Unter­las­sungs­de­lik­ten vor, wenn bei Vor­nah­me der pflicht­ge­mä­ßen Hand­lung der tat­be­stands­mä­ßi­ge Scha­dens­er­folg aus­ge­blie­ben wäre, die­ser also ent­fie­le, wenn die Hand­lung hin­zu­ge­dacht wür­de. Der im Schrift­tum weit­hin ver­tre­te­nen Auf­fas­sung, es genü­ge bereits, dass die Vor­nah­me der unter­las­se­nen Hand­lung das Risi­ko des Erfolgs­ein­tritts (erheb­lich) ver­min­dert hät­te (sog. Risi­ko­er­hö­hungs­theo­rie), ist

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Garantenpflichten gegenüber der Lösungsmittel schnüffelnden Ex-Freundin

Garan­ten­pflich­ten gegen­über der Lösungs­mit­tel schnüf­feln­den Ex-Freun­din

Das Land­ge­richt Trier hat­te den Ange­klag­ten wegen Tot­schlags durch Unter­las­sen zu einer Frei­heits­stra­fe von sie­ben Jah­ren ver­ur­teilt1. Nach den Fest­stel­lun­gen des Land­ge­richts kon­su­mier­te der Ange­klag­te das Lösungs­mit­tel GBL (Gam­­ma-Buty­ro­lac­­ton) als Dro­gen­ersatz und kann­te sich mit Dosie­rung und Wir­kung die­ses Mit­tels gut aus. Mit der spä­ter getö­te­ten 20jährigen Stu­den­tin hat­te er

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Aussetzung durch Im Stich lassen

Aus­set­zung durch Im Stich las­sen

Aus­set­zung durch Im Stich las­sen ist stets ein Unter­las­sungs­de­likt; eine Straf­rah­men­mil­de­rung gemäß § 13 Abs. 2 StGB ist nicht mög­lich, auch nicht, wenn der Täter durch die Tat den Tod des Opfers ver­ur­sacht (§ 221 Abs. 3 StGB). Seit der Neu­fas­sung von § 221 StGB durch Art. 1 Nr. 37 des 6. StrRG1

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