Sit­ten­wid­rig­keit von Kapi­tal­an­la­gen

Ein Rechts­ge­schäft ist sit­ten­wid­rig, wenn zwi­schen Leis­tung und Gegen­leis­tung ein beson­ders gro­bes Miß­ver­hält­nis besteht, etwa wenn bei einer Kapi­tal­an­la­ge – wie im jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall – der Wert der Leis­tung etwa dop­pelt so hoch ist wie der Wert der Gegen­leis­tung.

Sit­ten­wid­rig­keit von Kapi­tal­an­la­gen

Mit einem Argu­ment der Initia­to­ren der­ar­ti­ger „Steu­er­spar­mo­del­le” hat der BGH auch gleich auf­ge­räumt: Das gro­be Miß­ver­hält­nis zwi­schen Leis­tung und Gegen­leis­tung ent­fällt nicht etwa des­we­gen, weil meh­re­re Hun­dert Erwer­ber im Rah­men die­ses ver­meint­li­chen Steu­er­spar­mo­dells den glei­chen Feh­ler machen und die über­teu­er­te Immo­bi­lie kau­fen.

BGH, Urteil vom 17.06.2005 – V ZR 220/​04