Einholung wichtiger gesetzlicher Bestimmungen im Ausland

Wenn die Tage heißer werden und in den Betrieben und Büros eine entspannt-ruhige Atmosphäre herrscht, weiß man: es ist Urlaubszeit. Dann bewegen sich wieder Kolonnen von Autos über den Brenner Pass oder stehen in langen Schlangen vor den Abfertigungsschaltern an den deutschen Airports. Sommer ist nun mal Ferienzeit und man gewinnt den Eindruck, dass die halbe Republik in Deutschland oder Europa Urlaub macht. Immer wieder wird dabei zu oft vergessen, dass man auch die Gesetze und Vorgaben im Ausland kennen sollte, um Bußgelder oder Strafen zu vermeiden. Warum das Einholen von gesetzlichen Bestimmungen im Ausland durchaus wichtig ist, soll anhand von drei typischen Urlaubsthemen erklärt werden.

Einholung wichtiger gesetzlicher Bestimmungen im Ausland

Segeln im Ausland

Was kann es Schöneres geben als mit einer Yacht die schönsten Gebiete des Mittelmeers zu erkunden? Doch Vorsicht beim Führen einer Yacht. Je nach Land gelten besondere Bestimmungen und nicht selten ist ein Bootsführerschein nötig, um beispielsweise im Mittelmeer eine Yacht chartern zu können. Wenn ein Bootsführerschein nicht vorhanden ist, kann auf ein Boot inklusive Skipper zurückgegriffen werden. Auch das Ankern ist nicht überall erlaubt. So kann das Ankerlsetzen in einem Naturschutzgebiet schnell sehr teuer werden. Und auch als Urlauber gilt hier die Devise: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Die Reisenden sollten sich immer vorab informieren, wo das Ankern erlaubt ist und wo nicht. Helfen kann in diesem Fall der örtliche Yachtcharterer oder die Hafenpolizei. Im Allgemeinen sollte man sich als Skipper eines Segelbootes natürlich mit den Vorschriften und Bestimmungen auf dem Wasser und im Hafenbereich im Besonderen auskennen. Hier kann das Unwissen sehr schnell zu einem Unfall führen.

Mit dem Auto durch Europa

Für viele Urlauber ist der Traumurlaub: ein Roadtrip durch Frankreich, Portugal oder Spanien. Der Weg ist das Ziel und übernachtet wird dort, wo es einen gefällt. Doch Vorsicht. In einigen EU-Ländern – beispielsweise in Frankreich – ist das illegale Campieren auf öffentlichen Plätzen verboten und kann mit einer hohen Bußgeldstrafe belangt werden. Reisende, die mit dem Auto oder Wohnmobil die schönsten Seiten Europas erkunden möchten, sollten alle verfügbaren Informationen über das Land vorab einholen. Das betrifft nicht nur die Mitnahme eines Alkoholtestgerätes in Frankreich, sondern auch das illegale Übernachten auf Plätzen oder Feldwegen in Spanien sowie das Thema Alkohol am Steuer. Besonders ernst genommen werden sollte das Tempolimit im europäischen Ausland. Denn die Strafen für überhöhtes Fahren auf Autobahnen oder Landstraßen sind teilweise deutlich teurer als in Deutschland. Aufpassen sollten auch Fahranfänger in Italien: Als frischer Fahranfänger darf man in den ersten drei Jahren maximal 100 km/h auf den Autobahnen fahren. Urlauber sollten sich immer im Voraus die Bestimmungen des jeweiligen Landes genau durchlesen und sich bei Fragen an einen Verkehrsexperten wenden.

Souvenirs aus dem Ausland mitbringen

Neben Bildern aus der Urlaubsregion wollen Reisende gern auch eine haptische Erinnerung an Ihren Urlaub mit nach Hause nehmen. Doch das kleine Souvenir – ganz gleich, ob kostenlos oder bezahlt – kann unter Umständen im Zoll am Flughafen oder bei Verkehrskontrollen böse Folgen haben. Besonders historische Skulpturen aber auch Steine sind als Souvenir in Ländern wie der Türkei, Ägypten oder Israel verboten. Aber auch die Mitnahme von Steinen aus historischen Gebäuden oder Anlagen ist in einigen Regionen oder Städten in Europa verboten und kann – wenn man erwischt wird – sehr teuer werden. Wer auf Nummer sichergehen will, kauft das Souvenir in örtlichen Touristikshops oder informiert sich vorab, welche Souvenirs aus der Natur oder von Gebäuden erlaubt sind und welche nicht. Wer sich an die örtlichen Gesetze und Vorschriften hält, dem steht ein entspannter Urlaub nichts entgegen.

Urlaub – Wissen schafft Aufklärung

Sicherlich heißt das letztendlich nicht, dass man vor dem Urlaub das geltende Recht im Urlaubsland bis im Detail kennen muss. Aber die Reisende sollten die allgemeingültigen Bestimmungen für Autobahnen, Segelreviere und Souvenirs kennen. Es wird nicht erwartet, die Paragraphen auswendig zu lernen. Aber ohne das Nichtwissen von bekannten Regeln kann der Urlaub schnell sehr teuer werden. Eine gute Informationsquelle sind Reisebüros, die in der Regel die gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Urlaubslandes sehr genau kennen. Auch die großen Autoverkehrsclubs können eine gute Informationsquelle sein. Gründlich informieren sollte man sich insbesondere über Länder, die im Allgemeinen für strenge Vorschriften bekannt sind und nicht zu EU gehören.