Ein öffentliches WLAN-Netz mit unbekanntem Sicherheitsstand ist für Schadprogramme bzw. für Kriminelle oft der Einstieg zu Manipulationen und Abgreifen von sensiblen Daten in privaten Netzwerken.
Vor allzu unbeschwertem Umgang mit den öffentlichen WLAN-Netzen hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik in einer Pressemitteilung vom 22. Juni 2017 gewarnt. In Zusammenarbeit mit der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes und dem Deutschen ReiseVerband rät das Bundesamt zu einem besonnenen Umgang mit dem öffentlichen WLAN im Urlaub. Besonders in der Urlaubs- und Reisezeit werden Smartphones gerne als Reiseführer und Kameraersatz genutzt. Doch gerade wenn man sich dabei eines öffentlichen WLAN-Netzes bedient, deren Sicherheitsniveau dem Nutzer oft unbekannt ist, kann das ungeahnte Folgen haben: Denn dem Nutzer bleibt immer verborgen, wer zum Beispiel Zugang zu dem Router hat und dort Einstellungen vornehmen oder ändern kann. So wird in der Pressemitteilung empfohlen, darauf zu verzichten, sensible persönliche Daten einzugeben, wie z.B. zum Einloggen beim Online-Banking, in E-Mail-Konten oder in soziale Netzwerke. Mit der Nutzung eines freien WLAN besteht immer das Risiko, dass solche Daten mitgelesen und missbraucht werden. Über ein freies WLAN aufgespielte Schadsoftware können gespeicherte Zahlungsdaten und zugehörige Codes ausgelesen, übertragen und manipuliert werden. Im Fall eines gestohlenen, ungeschützten Smartphones, auf dem z.B. Kreditkartendaten hinterlegt sind, können Kriminelle damit ungehindert einkaufen.
Darüber hinaus hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eine Übersicht zum Basisschutz für mobile Geräte erstellt, die sowohl als Download als auch als Broschüre erhältlich ist. Es wird dazu geraten, sein Smartphone genauso gut zu schützen wie seinen Computer zuhause. Fehlt es an Beidem, kann es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass ein Schadprogramm über das Handy auf den heimischen Computer zugriff erhält. Dagegen kann sich jeder Internet-Nutzer mit Hilfe eines Virenschutzes gegen die verschiedensten Arten von Schadprogrammen schützen. Wichtig ist in jedem Fall die Aktualität des Virenschutz-Programms. Eine Auswahl an professionellen Virenschutz-Programmen zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis lässt sich im Internet finden. Nicht nur vor dem Urlaub sollte der Virenschutz auf den aktuellen Stand gebracht werden, sondern gerade nach der Rückkehr ist eine Aktualisierung wichtig. Da während des Urlaubs das eine oder andere Sicherheitsupdate veröffentlicht worden sein wird, sollten alle mitgereisten und zuhause gebliebenen Geräte auf den aktuellen Stand gebracht werden, falls keine automatische Aktualisierung erfolgt.











