Min­dest­al­ters­gren­ze in einer Pen­si­ons­ord­nung für die Inva­li­den­ren­te

Eine Bestim­mung in einer Pen­si­ons­ord­nung, nach der ein Anspruch auf eine Inva­li­den­ren­te bei Berufs­un­fä­hig­keit nur besteht, wenn der Arbeit­neh­mer bei Ein­tritt des Ver­sor­gungs­falls min­des­tens das 50. Lebens­jahr voll­endet hat, ist wirk­sam. Sie ver­stößt nicht gegen das Ver­bot der Dis­kri­mi­nie­rung wegen des Alters.

Min­dest­al­ters­gren­ze in einer Pen­si­ons­ord­nung für die Inva­li­den­ren­te

In dem jetzt vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­de­nen Fall war der im August 1956 gebo­re­ne Klä­ger seit dem 1. Juni 1977 bei der Beklag­ten beschäf­tigt. Ihm waren Leis­tun­gen der betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung nach der Pen­si­ons­ord­nung der Beklag­ten zuge­sagt wor­den. Die­se sieht vor, dass Ren­ten­leis­tun­gen gewährt wer­den, wenn der Betriebs­an­ge­hö­ri­ge bei Ein­tritt des Ver­sor­gungs­falls eine Min­dest­dienst­zeit und ein Min­dest­al­ter in den Diens­ten der Fir­ma erreicht hat. Bei Inva­li­di­tät infol­ge Berufs­un­fä­hig­keit beträgt das Min­dest­al­ter für die Ren­ten­zah­lung 50 Jah­re. Nach­dem dem Klä­ger mit Wir­kung ab dem 1. Sep­tem­ber 2002 eine gesetz­li­che Ren­te wegen teil­wei­ser Erwerbs­min­de­rung bei Berufs­un­fä­hig­keit bewil­ligt wor­den war, schlos­sen die Par­tei­en einen Auf­he­bungs­ver­trag zum 31. März 2003.

Die auf Zah­lung einer Inva­li­den­ren­te nach der Pen­si­ons­ord­nung der Beklag­ten gerich­te­te Kla­ge hat­te vor dem Bun­des­ar­beits­ge­richt – wie zuvor schon vor dem Arbeits­ge­richt und dem Lan­des­ar­beits­ge­richt Nie­der­sach­sen 1 – kei­nen Erfolg. Dem Anspruch des Klä­gers steht die Bestim­mung der Pen­si­ons­ord­nung ent­ge­gen, wonach das Min­dest­al­ter für die Ren­ten­zah­lung bei Inva­li­di­tät infol­ge Berufs­un­fä­hig­keit 50 Jah­re beträgt. Die­ses Min­dest­al­ter hat­te der Klä­ger bei Ein­tritt des Ver­sor­gungs­falls der teil­wei­sen Erwerbs­min­de­rung bei Berufs­un­fä­hig­keit nicht erreicht.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 10. Dezem­ber 2013 – 3 AZR 796/​11

  1. LAG Nie­der­sach­sen, Urteil vom 13.09.2011 – 3 Sa 133/​11 B[]