Fuß­bruch auf einer Beloh­nungs­rei­se

Wer sich bei Beloh­nungs­ak­tio­nen sei­nes Arbeit­ge­bers ver­letzt, kann dies nicht als Arbeits­un­fall gel­tend machen. Soge­nann­te Incen­ti­ve-Ver­an­stal­tun­gen ste­hen nicht unter dem Schutz der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung, wenn die Erho­lung im Vor­der­grund steht, befand jetzt das Sozi­al­ge­richt Düs­sel­dorf.

Fuß­bruch auf einer Beloh­nungs­rei­se

Im aktu­el­len Fall hat­te sich ein 39-jäh­ri­ger Ver­triebs­spe­zia­list aus Ratin­gen bei einem fünf­tä­gi­gen Auf­ent­halt auf Bar­ba­dos bei­de Füße gebro­chen, als er von einem Segel­schiff aus fast zwei Metern Höhe auf den Strand sprang. An der Rei­se hat­te auch die Part­ne­rin des Man­nes teil­ge­nom­men – zum Aus­gleich für sei­ne häu­fi­ge Abwe­sen­heit von zu Hau­se.

Der Ablauf­plan der Rei­se habe zwar auch unter­neh­mens­be­zo­ge­ne Dis­kus­sio­nen vor­ge­se­hen, die Rei­se sei aber ins­ge­samt eine Beloh­nung gewe­sen. Sol­che Moti­va­ti­ons­rei­sen genös­sen kei­nen Ver­si­che­rungs­schutz. Das Urteil ist noch nicht rechts­kräf­tig.

Sozi­al­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 27. Novem­ber 2008 – S 6 U 29/​08