Arbeit­neh­mer-Rei­se

Sach­zu­wen­dun­gen an Arbeit­neh­mer anläss­lich einer zwei­tä­gi­gen Rei­se, die sowohl eine Betriebs­ver­an­stal­tung als auch eine aus ganz über­wie­gend eigen­be­trieb­li­chen Inter­es­sen durch­ge­führ­te Betriebs­be­sich­ti­gung bei einem Haupt­kun­den des Arbeit­ge­bers umfasst, sind nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs grund­sätz­lich auf­zu­tei­len.

Arbeit­neh­mer-Rei­se

Die Auf­wen­dun­gen des Arbeit­ge­bers für eine der­ar­ti­ge Rei­se sind ins­ge­samt kein Arbeits­lohn, wenn die dem Betriebs­ver­an­stal­tungs­teil zuzu­rech­nen­den, antei­li­gen Kos­ten die für Zuwen­dun­gen bei Betriebs­ver­an­stal­tun­gen maß­geb­li­che Frei­gren­ze nicht über­stei­gen. Die dem Betriebs­be­sich­ti­gungs­teil zuzu­rech­nen­den, antei­li­gen Kos­ten stel­len eben­falls kei­nen Arbeits­lohn dar, wenn die Besich­ti­gung im ganz über­wie­gend eigen­be­trieb­li­chen Inter­es­se durch­ge­führt wird und damit kei­nen Ent­loh­nungs­cha­rak­ter hat.

BFH, Urteil vom 16. Novem­ber 2005 – VI R 118/​01