Die nicht unter­zeich­ne­te Vertragsurkunde

Die Nicht­un­ter­zeich­nung der Ver­trags­ur­kun­de führt nach der Aus­le­gungs­re­gel des § 154 Abs. 2 BGB im Zwei­fel zum Schei­tern des Ver­trags­schlus­ses. Die Aus­le­gungs­re­gel greift aller­dings nicht ein, wenn die Ver­trags­ur­kun­de für die Par­tei­en kei­ne kon­sti­tu­ti­ve Bedeu­tung hat, der Ver­trags­schluss also nicht mit der Beur­kun­dung steht und fällt. An einer kon­sti­tu­ti­ven Bedeu­tung fehlt

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Still­schwei­gen­der Ver­trags­schluss durch Energieverbrauch

In dem Leis­tungs­an­ge­bot eines Ver­sor­gungs­un­ter­neh­mens ist grund­sätz­lich ein Ver­trags­an­ge­bot zum Abschluss eines Ver­sor­gungs­ver­trags in Form einer soge­nann­ten Real­of­fer­te zu sehen, die von dem­je­ni­gen kon­klu­dent ange­nom­men wird, der aus dem Lei­tungs­netz des Ver­sor­gungs­un­ter­neh­mens Elek­tri­zi­tät, Gas, Was­ser oder Fern­wär­me ent­nimmt. Emp­fän­ger der Real­of­fer­te zum Abschluss eines Ver­sor­gungs­ver­trags ist typi­scher­wei­se der­je­ni­ge, der die

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Gas­lie­fe­rung und die Realofferte

Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te sich erneut mit der Fra­ge zu befas­sen, mit wem ein Ver­trag durch die Ent­nah­me von Ener­gie zustan­de kommt, wenn ein schrift­li­cher Lie­fer­ver­trag nicht abge­schlos­sen wor­den und das mit Ener­gie ver­sorg­te Grund­stück ver­mie­tet oder ver­pach­tet ist. Die Klä­ge­rin, ein Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men, begehrt von der Beklag­ten als Mit­mie­te­rin eines Ein­fa­mi­li­en­hau­ses in

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Regierungsviertel

Der kon­klu­dent geschlos­se­ne Mietvertrag

Schei­tern die Ver­hand­lun­gen über den Abschluss eines beab­sich­tig­ten lang­fris­ti­gen Miet­ver­tra­ges, kann ein kon­klu­den­tes Miet­ver­hält­nis auf unbe­stimm­te Zeit in Betracht kom­men, wenn das Miet­ob­jekt dem Mie­ter schon vor­ab zur Nut­zung über­ge­ben wur­de. So ging etwa das Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he in dem hier vom ihm ent­schie­de­nen Fall vom kon­klu­den­ten Abschluss eines Miet­ver­tra­ges aus: Das

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Kon­klu­den­ter Miet­ver­trag durch Über­ga­be des Mietobjekts

Schei­tern die Ver­hand­lun­gen über den Abschluss eines beab­sich­tig­ten lang­fris­ti­gen Miet­ver­tra­ges, kann ein kon­klu­den­tes Miet­ver­hält­nis auf unbe­stimm­te Zeit in Betracht kom­men, wenn das Miet­ob­jekt dem Mie­ter schon vor­ab zur Nut­zung über­ge­ben wur­de. Im vor­lie­gend vom Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he ent­schie­de­nen Rechts­streit wur­de das Miet­ob­jekt am 15.09.2010 den Mie­tern zur Nut­zung über­ge­ben. Die Par­tei­en waren

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