Her­un­ter­la­den von Kin­der­por­nos

Bei der Über­sen­dung und dem Emp­fang meh­re­rer kin­der­por­no­gra­fi­scher Bild- oder Video­da­tei­en über das Inter­net liegt nur eine Tat im mate­ri­ell­recht­li­chen Sinn vor, wenn der Täter meh­re­re Datei­en wäh­rend eines ein­heit­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­vor­gan­ges her­un­ter­lädt oder ver­sen­det 1.

Her­un­ter­la­den von Kin­der­por­nos

Las­sen sich dazu kei­ne ein­deu­ti­gen Fest­stel­lun­gen tref­fen, ist das Gesche­hen nach dem Zwei­fels­grund­satz als eine Tat im mate­ri­ell­recht­li­chen Sinn zu beur­tei­len 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 3. Dezem­ber 2014 – 4 StR 342/​14

  1. BGH, Urteil vom 10.10.2013 – 4 StR 258/​13, Rn. 14, inso­weit in BGHSt 59, 28, NJW 2013, 3528 und NStZ 2014, 34 nicht abge­druckt; Beschluss vom 10.07.2008 – 3 StR 215/​08, NStZ 2009, 208; Münch­Komm-StG­B/­Hörn­le, 2. Aufl., § 184b Rn. 48[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 25.04.1983 – 3 StR 110/​83, NStZ 1983, 364, 365[]