Tötungs­vor­satz – und der Rück­schluss aus den Ver­let­zungs­fol­gen

Der Rück­schluss aus einer Viel­zahl tat­säch­lich aus­ge­führ­ter Ein­wir­kun­gen mit gefähr­li­chen Werk­zeu­gen auf den Geschä­dig­ten mit erheb­li­chen Ver­let­zungs­fol­gen auf einen beding­ten Tötungs­vor­satz der Ange­klag­ten bei der Vor­nah­me die­ser Ver­let­zungs­hand­lun­gen durch Drit­te deu­tet einen Rück­schau­feh­ler an.

Tötungs­vor­satz – und der Rück­schluss aus den Ver­let­zungs­fol­gen

Aus dem von Drit­ten tat­säch­lich ver­ur­sach­ten Erfolg kann jeden­falls nicht unmit­tel­bar auf eine im Sin­ne von Tötungs­vor­satz noch dar­über hin­aus­ge­hen­de Vor­stel­lung der Ange­klag­ten von der Wir­kung der Hand­lun­gen bei dem Über­fall geschlos­sen wer­den. Ihre Ein­las­sung, die Gewalt­an­wen­dung durch Drit­te sei in einer von ihnen nicht vor­her­ge­se­he­nen Wei­se eska­liert, lässt sich so nicht wider­le­gen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 1. Sep­tem­ber 2016 – 2 StR 19/​16