Neu­re­ge­lun­gen im Mel­de­we­sen

Die Bun­des­re­gie­rung hat den Ent­wurf eines "Geset­zes zur Fort­ent­wick­lung des Mel­de­we­sens" in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­bracht. Mit dem Gesetz­ent­wurf wird die mit der Föde­ra­lis­mus­re­form I im Jahr 2006 dem Bund über­tra­ge­ne aus­schließ­li­che Gesetz­ge­bungs­kom­pe­tenz für das Mel­de­we­sen wahr­ge­nom­men und das Mel­de­recht in Deutsch­land har­mo­ni­siert. Auf­fäl­ligs­te Ände­rung ist wohl, dass die Mit­wir­kung von Ver­mie­tern bei der Anmel­dung von Mie­tern wie­der ein­ge­führt wer­den soll, um Schein­an­mel­dun­gen zu erschwe­ren.

Neu­re­ge­lun­gen im Mel­de­we­sen

Des­wei­te­ren sol­len künf­tig bei ein­fa­chen Mel­de­re­gis­ter­aus­künf­ten gewerb­li­che Aus­künf­te nur noch zweck­ge­bun­den erteilt wer­den und für Aus­künf­te zu Zwe­cken des Adress­han­dels und der Wer­bung eine Ein­wil­li­gung der betrof­fe­nen Per­son erfor­der­lich sein. Die Spei­cher­frist für Mel­de­da­ten nach Weg­zug oder Tod der betrof­fe­nen Per­son wird auf das Mini­mum von fünf Jah­ren beschränkt.

Kran­ken­häu­ser und ähn­li­che Ein­rich­tun­gen sol­len künf­tig kei­ne geson­der­ten Ver­zeich­nis­se über ihre Pati­en­ten bzw. Bewoh­ner mehr füh­ren müs­sen, die Hotel­mel­de­pflicht soll ver­ein­facht wer­den. Die Auf­be­wah­rungs­frist für die Hotel­mel­de­schei­ne soll künf­tig bun­des­ein­heit­lich ein Jahr betra­gen.

Gleich­zei­tig erwei­tert der Gesetz­ent­wurf die Zugriffs­mög­lich­kei­ten der öffent­li­chen Ver­wal­tung auf die Mel­de­da­ten. Künf­tig soll die Ver­wal­tung län­der­über­grei­fend und rund um die Uhr online auf die Mel­de­da­ten­be­stän­de zugrei­fen kön­nen.