Köl­ner Umwelt­zo­ne

Die zum 1. Janu­ar 2008 in wei­ten Tei­len der Köl­ner Innen­stadt, Deutz und Mühl­heim ein­ge­rich­te­te Umwelt­zo­ne ist recht­mä­ßig. Mit die­sen Urtei­len wies jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln zwei Kla­gen von Ver­kehrs­teil­neh­mern gegen die in der Umwelt­zo­ne bestehen­den Ver­kehrs­be­schrän­kun­gen ab.

Köl­ner Umwelt­zo­ne

Die Köl­ner Umwelt­zo­ne wur­de durch den Luft­rein­hal­te­plan der Bezirks­re­gie­rung Köln vom 31. Okto­ber 2006 ange­ord­net. Grund dafür war, dass Schad­stoff­mes­sun­gen im Köl­ner Stadt­ge­biet einen über den maß­geb­li­chen Grenz­wer­ten lie­gen­den Anteil von Stick­stoff­di­oxid (NO2) erge­ben hat­ten. Dage­gen geklagt hat­te ein Köl­ner Rechts­an­walt, der für sein Fahr­zeug die grü­ne Pla­ket­te erwor­ben hat, sowie ein Köl­ner Unter­neh­men, das mit nicht „pla­ket­ten­fä­hi­gen“ LKW in die Umwelt­zo­ne ein­fah­ren will und nur bis Ende 2009 hier­für Aus­nah­me­ge­neh­mi­gun­gen erhal­ten hat. Die Klä­ger hat­ten argu­men­tiert, die Umwelt­zo­ne bewir­ke kei­ne Ver­bes­se­rung der Luft­qua­li­tät und stel­le eine unver­hält­nis­mä­ßi­ge Belas­tung des Bür­gers dar.

Damit hat­ten die Klä­ger beim Ver­wal­tungs­ge­richt aber kei­nen Erfolg. Die Ein­rich­tung der Umwelt­zo­ne sei eine geeig­ne­te, erfor­der­li­che und ange­mes­se­ne Maß­nah­me, um Luft­ver­un­rei­ni­gun­gen dau­er­haft zu ver­min­dern, urteil­te das Gericht. Die zustän­di­ge Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­de (hier: die Stadt Köln) müs­se Ver­kehrs­be­schrän­kun­gen anord­nen, wenn dies in einem Luft­rein­hal­te­plan vor­ge­se­hen sei. Dies sei hier der Fall: Zu Recht habe die Bezirks­re­gie­rung Köln im Jahr 2006 einen Luft­rein­hal­te­plan für Köln in Kraft gesetzt, weil die im Stadt­ge­biet gemes­se­nen über­höh­ten Stick­stoff­di­oxid-Wer­te über­wie­gend durch den Stra­ßen­ver­kehr ver­ur­sacht wür­den.

Zu über­prü­fen waren in bei­den Ver­fah­ren die bis zum Jah­res­en­de 2009 gel­ten­den Rege­lun­gen des Luft­rein­hal­te­pla­nes, das heißt der Aus­schluss der Fahr­zeu­ge, für die über­haupt kei­ne Pla­ket­te erteilt wer­den kann. Über denk­ba­re, aber noch nicht fest­ste­hen­de wei­te­re Stu­fen, etwa den Aus­schluss auch der Fahr­zeu­ge mit roter Pla­ket­te ab dem Jahr 2010, hat­te das Gericht nicht zu ent­schei­den.

Ver­wal­tungs­ge­richt Köln, Urteil vom 9. Okto­ber 2009 – 18 K 5493/​07 und 18 K 8188/​08