Tau­ben­füt­te­rungs­ver­bot

Eine Stadt ist berech­tigt, zum Schutz der öffent­li­chen Sicher­heit und Ord­nung durch Rechts­ver­ord­nung ein Tau­ben­füt­te­rungs­ver­bot zu erlas­sen. Mit die­ser Begrün­dung hat ges­tern das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf die Kla­ge eines in Lan­gen­feld ansäs­si­gen Rechts­an­wal­tes gegen das Tau­ben­füt­te­rungs­ver­bot der Stadt Lan­gen­feld abge­wie­sen, der wei­ter die Tau­ben vor sei­nem Kanz­lei­fens­ter füt­tern woll­te.

Tau­ben­füt­te­rungs­ver­bot

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf befand dage­gen, dass die Stadt Lan­gen­feld berech­tigt sei, zum Schutz der öffent­li­chen Sicher­heit und Ord­nung durch Rechts­ver­ord­nung ein Tau­ben­füt­te­rungs­ver­bot zu erlas­sen, um den durch Tau­ben­kot aus­ge­hen­den Gefah­ren und Beläs­ti­gun­gen zu begeg­nen. Die Ent­schei­dung über die Anord­nung des Tau­ben­füt­te­rungs­ver­bo­tes lie­ge im poli­ti­schen Gestal­tungs­spiel­raum der Gemein­de, so das Ver­wal­tungs­ge­richt.

Dem Klä­ger kön­ne auch kei­ne Aus­nah­me von die­sem Tau­ben­füt­te­rungs­ver­bot erteilt wer­den, weil aus Grün­den der Gleich­be­hand­lung allen füt­te­rungs­wil­li­gen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern eine ent­spre­chen­de Aus­nah­me erteilt wer­den müss­te, mit der Fol­ge, dass das Tau­ben­füt­te­rungs­ver­bot unter die­sen Umstän­den leer­lie­fe.

Da fällt doch nur noch eine Mori­tat von Georg Kreis­ler ein:

Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 4. Mai 2011 – 18 K 1622/​11