Digitalisierung von Unternehmen

Dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vorgelegten Entwurf des GWB-Digitalisierungsgesetzes hat die Bundesregierung am 9. September 2020 zugestimmt.

Digitalisierung von Unternehmen

Damit das Gesetzgebungsverfahren zu diesem „Gesetz zur Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen für ein fokussiertes, proaktives und digitales Wettbewerbsrecht 4.0 und anderer wettbewerbsrechtlicher Bestimmungen“ ( GWB-Digitalisierungsgesetz ) noch zum Jahresende 2020 beendet werden kann, bedarf es noch der Zustimmung des Bundesrats und des Bundestags.

Ziel des Gesetzes soll die Anpassung der Wettbewerbsregelung an die zunehmende Digitalisierung sein, damit die Unternehmen weiter wettbewerbsfähig bleiben. Ziel ist es, marktbeherrschende Plattformen besser ihre Grenzen aufzuweisen. Dazu ist eine schärfere Missbrauchsaufsicht für Unternehmen vorgesehen, die auf dem digitalen Sektor marktbeherrschend sind. Gleichzeitig ist beabsichtigt, die Chancen für Innovation sowie Markt- und Datenzugang von Wettbewerbern zu erhöhen. Unter anderem dient das Gesetz zur Entlastung mittelständischer Unternehmen. Durch mehr Rechtssicherheit soll es dem Mittelstand ermöglicht werden, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen.

Es ist jedem bewusst, dass die Wirtschaft sich mitten im digitalen Wandel befindet. Damit verbunden sind unweigerlich neue, beziehungsweise abgeänderte Märkte, die zum Teil durch neu entwickelte Geschäftsmodelle entstanden sind. Daraus ergeben sich automatisch auch Machtverhältnisse, die sich ständig wandeln und verändern.

Zuletzt hat sich durch die Corona-Krise gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung ist und was sie leisten kann. Aus diesem Grund kann es für jedes Unternehmen nur von Vorteil sein, die Digitalisierung im Focus zu behalten und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Unabhängig von der Größe des Betriebes – ob Startup-Unternehmen oder mittelständischer Traditionsbetrieb – schafft die Digitalisierung neue Impulse und Weiterentwicklung.

Doch was heißt Digitalisierung im Einzelnen: Für ein über Jahrzehnte gewachsenes Unternehmen ist es unrealistisch, die komplette Umsetzung in einem zu verwirklichen. Auch ein junges Startup-Unternehmen ist besser beraten, in kleinen Schritten die Digitalisierung in Angriff zu nehmen. Möglich ist z.B. einzelne Bereiche umzustellen auf digital. Eine Schlüsselrolle kann dabei die Umstellung der Warenwirtschaft sein: Eine gute Software, die den kompletten Waren- und Materialstrom verarbeitet und auf neue Entwicklungen und Warenbestände schnell reagiert, macht das Unternehmen flexibler und entwicklungsfähiger. Allein die einmalige Datenerfassung aus verschiedenen Bereichen gibt die Möglichkeit, alle Prozesse zentral anzuzeigen und notwendige Rückschlüsse schnell zu ziehen. Nur so lassen sich dann mögliche Änderungen auch kurzfristig realisieren.

Bei der Suche nach einer effizienten Software-Lösung für die Warenwirtschaft sollte man auch auf die gute Benutzerfreundlichkeit achten, wie es z.B. bei dem Warenwirtschaftssystem von Lexware der Fall ist. Denn eine hohe Hürde ist ein nicht zu unterschätzendes Hindernis – nicht nur für den Mitarbeiter, sondern auch für den Chef. Wer zur Nutzung einer Software erst das Benutzerhandbuch heranziehen muss, der verzichtet eher auf den Einsatz des Systems.

Dagegen kann sich ein hervorragendes Warenwirtschaftssystem zu einem zentralen Steuerungsinstrument in der Firma entwickeln. Grundpfeiler der Warenwirtschaft sind der Wareneingang und Warenausgang, die Lagerhaltung, die Lieferanten- und Kundendaten und nicht zuletzt das Rechnungswesen. Der gesamte Prozess in einem Unternehmen (abhängig davon, ob produziert oder eine Leistung erbracht wird) von der Beschaffung bis hin zum Absatz wird von der Warenwirtschaft erfasst. Schnelle, kurze Prozesse fördern punktgenaue Lagerhaltung und verschlanken Geschäftsvorgänge. Am Ende steigert sich die Kundenzufriedenheit, die Lieferantenbindung wird optimiert und letztendlich steigert sich der Umsatz.

Digitalisierung heißt auch, von jedem Standort aus auf die Firmendaten zugreifen zu können. Bei Verhandlungen mit neuen Kunden oder Geschäftsgesprächen mit zukünftigen Lieferanten kann ein schneller Zugriff auf benötigte Materialien bzw. erforderliche Waren den entscheidenden Vorteil bringen. Erfolg ist oftmals abhängig von dem bisschen Zeit, das man weniger hat verstreichen lassen als die Konkurrenz.

Außerdem ermöglicht ein effizientes Warenwirtschaftssystem eine schnellere Reaktion auf schief laufende Vorgänge. Sieht z.B. der Unternehmer während einer Urlaubsreise, dass ein Produkt plötzlich übermäßig nachgefragt wird, aber keine Materialien zur Herstellung in genügender Menge vorhanden sind, kann er trotzdem durch schnelle Reaktion seinen Bestand den Bedürfnissen anpassen und die erhöhte Nachfrage bedienen. So hilft Digitalisierung bei der Optimierung der Firma.