Kapi­tal­an­le­ger-Mus­ter­ver­fah­ren

Am 1. Novem­ber tritt das Gesetz über das Kapi­tal­an­le­ger-Mus­ter­ver­fah­ren (Kap­MuG) in Kraft. Mit die­sem Gesetz wer­den jetzt erst­mals „Sam­mel­kla­gen“ mög­lich. Ein Mus­ter­ver­fah­ren kann von jedem Klä­ger bean­tragt wer­den, der Scha­den­er­satz wegen fal­scher Kapi­tal­markt-Infor­ma­tio­nen bean­sprucht. Die­ser Antrag wird im Kla­ge­re­gis­ter des elek­tro­ni­schen Bun­des­an­zei­gers ver­öf­fent­licht, sodann müs­sen inner­halb von vier Mona­ten neun wei­te­re Anträ­ge ande­rer Klä­ger ein­ge­hen. Ist dies der Fall, wird nach dem Kap­MuG ein Mus­ter­ver­fah­ren vor dem Ober­lan­des­ge­richt geführt. Das Gericht bestimmt einen Mus­ter­klä­ger, die ande­ren Anle­ger kön­nen als soge­nann­te Bei­ge­la­de­ne mit­wir­ken, die in dem Mus­ter­ver­fah­ren erge­hen­de Ent­schei­dung bin­det sodann alle anhän­gi­gen Ver­fah­ren, die sodann unter Berück­sich­ti­gung evne­tu­ell noch vor­han­de­ner Beson­der­hei­ten ent­spre­chend die­ser Mus­ter­ent­schei­dung ent­schie­den wer­den.

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