Scan­ner­ta­rif

Der Aus­kunfts­an­spruch nach § 54g Abs. 1 UrhG a.F. gegen die zur Zah­lung einer Ver­gü­tung nach § 54a Abs. 1 UrhG a.F. ver­pflich­te­ten Her­stel­ler, Impor­teu­re und Händ­ler rich­tet sich nur auf Aus­kunfts­er­tei­lung über Art und Stück­zahl der im Gel­tungs­be­reich des Urhe­ber­rechts­ge­set­zes ver­äu­ßer­ten oder in Ver­kehr gebrach­ten Gerä­te und nicht auf Aus­kunfts­er­tei­lung über her­ge­stell­te und impor­tier­te Gerä­te.

Scan­ner­ta­rif

Die von der Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft Wort zusam­men mit der Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft Bild-Kunst gemäß § 13 UrhWG auf­ge­stell­ten Tari­fe für die Ver­gü­tung von Scan­nern nach § 54a Abs. 1 UrhG a.F. sind ange­mes­sen (§ 54d Abs. 1 UrhG a.F.), soweit nach dem am 19. Dezem­ber 1996 ver­öf­fent­lich­ten Tarif für jeden ab dem 1. Janu­ar 1994 ver­äu­ßer­ten oder sonst in Ver­kehr gebrach­ten Scan­ner, der min­des­tens zwei Sei­ten in der Minu­te ver­viel­fäl­ti­gen kann, eine nach Kopier­ge­schwin­dig­keit und Auf­lö­sungs­ver­mö­gen des Scan­ners gestaf­fel­te Ver­gü­tung zu bezah­len ist und soweit nach dem am 19. Dezem­ber 2000 ver­öf­fent­lich­ten Tarif für ab dem 1. Janu­ar 2001 ver­äu­ßer­te oder sonst in Ver­kehr gebrach­te Scan­ner mit einer Leis­tungs­fä­hig­keit von bis zu 12 Sei­ten in der Minu­te eine Ver­gü­tung von 20 DM zu ent­rich­ten ist.

Der dop­pel­te Ver­gü­tungs­satz nach § 54f Abs. 3 UrhG a.F. kann nur ver­langt wer­den, wenn der Mel­de­pflich­ti­ge schuld­haft gegen sei­ne Mel­de­pflicht ver­sto­ßen hat.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 29. Okto­ber 2009 – I ZR 168/​06