Die nicht zuge­las­se­ne Rechts­be­schwer­de

Als Rechts­mit­tel gegen die ange­foch­te­ne Ent­schei­dung des Ober­lan­des­ge­richts kommt – auch, soweit es das Rich­terab­leh­nungs­ge­such des Antrag­stel­lers als unzu­läs­sig ver­wor­fen hat [1] – allein die Rechts­be­schwer­de in Betracht.

Die nicht zuge­las­se­ne Rechts­be­schwer­de

Die­se ist indes nur statt­haft, wenn dies im Gesetz aus­drück­lich bestimmt ist oder sie in dem ange­foch­te­nen Beschluss zuge­las­sen wor­den ist (§ 574 Abs. 1 Satz 1 ZPO).

Mit dem Rechts­mit­tel kann auch nicht gel­tend gemacht wer­den, das vor­in­stanz­li­che Gericht hät­te die Rechts­be­schwer­de zulas­sen müs­sen [2].

Eine „außer­or­dent­li­che Beschwer­de“ ist nicht eröff­net. Nach der Neu­re­ge­lung des Beschwer­de­rechts durch das Zivil­pro­zess­re­form­ge­setz kann der Bun­des­ge­richts­hof aus­schließ­lich in den Fäl­len des § 574 Abs. 1 ZPO ange­ru­fen wer­den [3].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 16. Juli 2020 – III ZB 28/​20

  1. vgl. z.B. BGH, Beschluss vom 13.01.2011 – III ZA 21/​10, Beck­RS 2011, 1489 Rn. 3 mwN[]
  2. s. etwa BGH, Beschluss vom 08.11.2004 – II ZB 24/​03, NJW-RR 2005, 294 f[]
  3. s. z.B. BGH, Beschluss vom 13.01.2011 aaO Rn. 5 mwN; BGH, Beschluss vom 08.11.2004 aaO S. 295[]