Hanf­öl, ein natür­li­ches Pro­dukt mit viel­fa­cher Ver­wend­bar­keit!

Unse­re Che­mi­ker fah­ren fort, die wun­der­lichs­ten Din­ge zu ent­de­cken.“ Die­se von Johann Wolf­gang von Goe­the stam­men­de Erkennt­nis for­mu­lier­te der Dich­ter und Den­ker zu sei­nen Leb­zei­ten und hat sich bis in die Moder­ne fort­ge­führt. Die­ser For­schungs­drang hält somit bis heu­te an und ist Zeug­nis für die wis­sen­schaft­li­che Not­wen­dig­keit und den Wil­len des Men­schen mehr über sei­ne Umwelt und sein eige­nes Leben zu erfah­ren. Pflan­zen, die weit­aus älte­ren Lebe­we­sen auf die­sem Pla­ne­ten, gilt seit jeher ein beson­de­res Inter­es­se, da sie zum einen als Pri­mär­pro­du­zen­ten, die­se Welt mit Nah­rung ver­sor­gen und ande­re wich­ti­ge Eigen­schaf­ten besit­zen. Die Hanf­pflan­ze (Can­na­bis) ist neben dem in der Bier­braue­rei ver­wen­de­ten Hop­fen (Humu­lus), der wohl bekann­tes­te Ver­tre­ter aus der Fami­lie der Can­na­baceae. Hanf wird heut­zu­ta­ge auf viel­fäl­ti­ge Wei­se genutzt, zum Bei­spiel als Hanf­öl, wel­ches in Deutsch­land legal ist.

Hanf­öl, ein natür­li­ches Pro­dukt mit viel­fa­cher Ver­wend­bar­keit!

Eine kur­ze Geschich­te der Hanf­pflan­ze!

Die 1753 vom schwe­di­schen Natur­for­scher und Bota­ni­ker Carl von Lin­né erst­mals wis­sen­schaft­lich klas­si­fi­zier­te Hanf­pflan­ze Can­na­bis sati­va ist ein pflanz­li­cher Ver­tre­ter einer Grup­pe, die welt­weit vor­ge­fun­den wer­den kann und seit Jahr­tau­sen­den vom Men­schen als Nutz- und Heil­pflan­ze sowie zu spi­ri­tu­el­len Zwe­cken genutzt wird. Mit der käl­te­re­sis­ten­te­ren Hanf­sor­te Can­na­bis rudera­lis, die erst 1926 vom rus­si­schen Bota­ni­ker Dmi­trij E. Janischwes­ky in Russ­land ent­deckt wer­den konn­te sowie der vom fran­zö­si­schen Bota­ni­ker Jean Bap­tis­te de Lamarck gefun­de­nen Sor­te Can­na­bis indi­ca aus Indi­en, bil­det Can­na­bis sati­va eine Pflan­zen­fa­mi­lie, deren Ver­tre­ter bereits vor 10.000 Jah­ren in Per­si­en und Chi­na als Nutz­pflan­ze zur Her­stel­lung von Klei­dungs­stü­cken genutzt wur­de.

Neben der Ver­wen­dung der Pflan­zen­fa­ser als Roh­stoff zur Klei­dungs­her­stel­lung, war deren Ver­wen­dung zur Papier­her­stel­lung gebräuch­lich. Dar­über hin­aus sind die Hanf­sa­men als Grab­bei­la­ge in mon­go­li­schen Grä­bern gefun­den wor­den, die den spi­ri­tu­el­len Zweck der Pflan­ze noch­mals unter­streicht.

Die Rechts­grund­la­ge bei der Nut­zung von Hanf!

Alle his­to­ri­schen Rech­te ver­al­ten irgend­wann. In der Mensch­heits­ent­wick­lung ist das Recht als eine umfas­sen­de Form der Kon­flikt­ver­hü­tung sowie Kon­flikt­lö­sung defi­niert, um ein geord­ne­tes fried­li­ches Mit­ein­an­der zu ermög­li­chen. Die Rechts­la­ge von Can­na­bis hat sich dem­entspre­chend ange­passt und die Pflan­ze wird nach ihrer Nut­zung juris­tisch bewer­tet.

Als Nutz­pflan­ze ist der Anbau von Can­na­bis zur Gewin­nung von Pflan­zen­fa­sern, Inhalts­stof­fen oder Hanf­öl in Deutsch­land erlaubt, vor­aus­ge­setzt es han­delt sich um eine Pflan­ze, deren THC-Gehalt künst­lich stark redu­ziert wur­de und der Land­wirt eine Son­der­ge­neh­mi­gung inne­hat. Ist dies der Fall, kann Can­na­bis als Nutz­hanf ange­baut wer­den.

Die Betrach­tung der Pflan­ze als Heil­mit­tel und zur Gewin­nung von Arz­nei­mit­teln führ­te in Deutsch­land zu deren Lega­li­sie­rung von Can­na­bis­blü­ten und Extrak­ten, die aus­schließ­lich zu medi­zi­ni­schen Zwe­cken unter staat­li­cher Kon­trol­le ange­baut wer­den dür­fen.

Die Nut­zung der Pflan­ze als Rausch­mit­tel ist gemäß § 1 des Betäu­bungs­mit­tel­ge­set­zes (BtMG) nicht erlaubt und deren Geneh­mi­gung obliegt dem Bun­des­in­sti­tut für Arz­nei­mit­tel und Medi­zin­pro­duk­te (BfArM).

Der viel­fäl­ti­ge Gebrauch von Hanf­öl!

Hanf­öl ist ein Spei­se­öl, wel­ches aus den Samen der Hanf­pflan­ze gewon­nen wird. Wie ande­re Pflan­zen­öle wird auch die­ses Öl in einer Ölmüh­le gepresst und dar­auf­hin luft­ge­schützt gela­gert. Da die Hanf­sa­men, die zur Gewin­nung des Öls genutzt wer­den, kei­ne Kon­zen­tra­tio­nen von Tetra­hy­dro­can­na­bi­nol (THC), dem berau­schen­den und psy­cho­ak­ti­ven Inhalts­stoff der Hanf­pflan­ze ent­hal­ten, ist das Öl für die Ver­wen­dung in der Küche gebräuch­lich.

Auf­grund hoch­wer­ti­ger Inhalts­stof­fe, wie nicht psy­cho­ak­ti­ven Can­na­bi­noi­den, Fla­vo­noi­den, Vit­ami­nen und essen­zi­el­len Fett­säu­ren ist das ernäh­rungs­phy­sio­lo­gisch wert­vol­le Pflan­zen­pro­dukt für die Zube­rei­tung von Salat­dres­sings, Sau­cen oder Mari­na­den geeig­net und ver­fügt über einen leicht nus­si­gen Geschmack.