Rechts­be­rei­ni­gung – die nächs­te Run­de

Der Bun­des­tag hat am Don­ners­tag das zwei­te Rechts­be­rei­ni­gungs­ge­setz für den Geschäfts­be­reich des Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums ver­ab­schie­det. Rund 200 Geset­ze, Ver­ord­nun­gen und ande­re Rechts­vor­schrif­ten wer­den gestri­chen. Betrof­fen ist vor allem Recht, das noch aus der Zeit vor der Grün­dung der Bun­des­re­pu­blik stammt, und das rest­li­che Besat­zungs­recht. Außer­dem wird die Berei­ni­gung von Über­gangs­recht aus dem Eini­gungs­ver­trag fort­ge­setzt.

Rechts­be­rei­ni­gung – die nächs­te Run­de

Auf­ge­ho­ben wer­den sol­len zum Bei­spiel das Gesetz betref­fend den Schutz des zur Anfer­ti­gung von Reichs­bank­no­ten ver­wen­de­ten Papiers gegen unbe­fug­te Nach­ah­mung und die Ver­ord­nung über die Ein­füh­rung der Reichs­haus­halts­ord­nung in der Jus­tiz­ver­wal­tung.

Es ist bereits das zehn­te Rechts­be­rei­ni­gungs­ge­setz, das die Bun­des­re­gie­rung seit dem Start der Initia­ti­ve Büro­kra­tie­ab­bau im Jahr 2003 auf den Weg gebracht hat. Durch die bis­he­ri­gen zehn Rechts­be­rei­ni­gungs­ge­set­ze wur­den rund 850 Geset­ze, Ver­ord­nun­gen und ande­re ver­al­te­te Rechts­vor­schrif­ten auf­ge­ho­ben. Eini­ge wei­te­re Vor­schrif­ten wur­de bei Gele­gen­heit ande­rer Recht­set­zungs­vor­ha­ben berei­nigt. Aus­gangs­ba­sis der Rechts­be­rei­ni­gung war ein Bestand von 5.117 Geset­zen und Rechts­ver­ord­nun­gen. Da zwi­schen­zeit­lich aber auch wie­der neue Geset­ze geschaf­fen wur­den, gel­ten heu­te „nur noch” 4.5487 bun­des­recht­li­che Geset­ze und Ver­ord­nun­gen (Stand: 9. Okto­ber 2007). Hin­zu kom­men natür­lich noch die Geset­ze und Ver­ord­nung der Bun­des­län­der, sowie das EU-Recht

Aber unse­re Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­rin Bri­git­te Zypries ist opti­mis­tisch:

Die erneu­te Berei­ni­gung des Vor­schrif­ten­be­stan­des ist ein wich­ti­ger Bei­trag für eine bes­se­re Recht­set­zung. Es liegt auf der Hand, dass es ein durch regel­mä­ßi­ge Rechts­be­rei­ni­gung gepfleg­ter Nor­men­be­stand erleich­tert, die Rechts­ord­nung ver­ständ­lich, über­sicht­lich und zeit­ge­mäß zu gestal­ten. Des­halb wird die­ses Rechts­be­rei­ni­gungs­ge­setz nicht das letz­te sein”.